RTL Aktie: Unaufhaltsamer Abschwung?
Der Traditionskonzern RTL Group muss seine Prognosen für das laufende Jahr drastisch kappen – und das zum zweiten Mal in kurzer Zeit. Schuld ist der anhaltende Absturz im klassischen TV-Werbegeschäft. Während die Streaming-Sparte RTL+ zwar wächst, kann sie die Verluste bei Weitem nicht ausgleichen. Gleichzeitig steht ein Führungswechsel bevor. Wird die Aktie zum Sanierungsfall?
Umsatz- und Gewinnziele massiv gesenkt
Am Dienstag, den 18. November 2025, musste RTL Farbe bekennen: Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde von zuvor 6,45 Milliarden Euro auf nur noch 6,0 bis 6,1 Milliarden Euro reduziert. Noch drastischer fiel die Korrektur beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITA) aus – hier rechnet der Konzern nun mit 650 Millionen Euro statt der ursprünglich anvisierten 780 Millionen Euro.
Der Grund: Die TV-Werbemärkte in Deutschland und Frankreich haben sich im zweiten Halbjahr nicht wie erhofft erholt. Im Gegenteil – die Einnahmen aus klassischer Fernsehwerbung brachen in den ersten neun Monaten um 7,4 Prozent ein. Auch die Content-Tochter Fremantle verlor 5,1 Prozent Umsatz, was RTL mit Verschiebungen im US-Geschäft begründet.
Analysten reagieren prompt – Kursziel gesenkt
Die Gewinnwarnung blieb nicht ohne Konsequenzen. Bereits am Tag nach der Ankündigung, am 19. November, senkte die britische Investmentbank Barclays ihr Kursziel für die RTL-Aktie. Auch das US-Analysehaus Bernstein Research hatte kurz zuvor seine Einschätzung bestätigt – bei einem Kursziel von 31 Euro und einem Rating von "Market Perform". Die Botschaft: Das Vertrauen in eine schnelle Erholung schwindet.
Streaming boomt – aber reicht das?
Ein Lichtblick bleibt die Streaming-Offensive. Die Zahl der zahlenden Abonnenten für Dienste wie RTL+ und M6+ stieg binnen Jahresfrist um 17,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Die Streaming-Erlöse legten um 26,6 Prozent auf 351 Millionen Euro zu. RTL rechnet damit, bis Jahresende die Marke von 8 Millionen Abonnenten zu knacken und die Anlaufverluste im Streaming-Geschäft auf rund 50 Millionen Euro zu halbieren.
Doch die Transformation vom klassischen Sender zum digitalen Medienhaus verläuft holprig. Das profitable Kerngeschäft erodiert schneller, als neue Erlösquellen aufgebaut werden können. Die digitale Werbeerlöse wuchsen zwar um 31,7 Prozent – konnten aber nur 70 Prozent des Rückgangs im TV-Segment ausgleichen.
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