RTL Aktie: Alarmstimmung vermeidbar?
Streaming hui, TV pfui? Die RTL Group steckt in einem schmerzhaften Spagat zwischen alter und neuer Medienwelt. Während das Digitalgeschäft rasant wächst, bricht das klassische Werbegeschäft weg – mit fatalen Folgen für die Jahresziele. Anleger stehen nun vor der entscheidenden Frage: Kann das eilig gestartete Aktienrückkaufprogramm den Kurs stabilisieren oder droht weiteres Ungemach?
Bittere Realität im Werbemarkt
Verantwortlich für die Unruhe ist eine deutliche Korrektur der Erwartungen. Das Management musste sich eingestehen, dass die fest eingeplante Erholung der TV-Werbeerlöse in der zweiten Jahreshälfte schlichtweg ausgeblieben ist. Besonders in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich hält die Flaute an.
Die Konsequenzen sind spürbar: Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 wurde auf eine Spanne von 6,0 bis 6,1 Milliarden Euro gesenkt – ursprünglich waren rund 6,45 Milliarden angepeilt. Auch beim bereinigten EBITA backt der Konzern nun kleinere Brötchen und rechnet nur noch mit 650 Millionen Euro statt der zuvor avisierte 780 Millionen Euro.
Digitale Hoffnungsträger
Doch es ist nicht alles düster im Medienimperium. Die Quartalszahlen vom 18. November zeigen, dass die Strategie der digitalen Transformation greift. Der Konzernumsatz blieb im dritten Quartal mit 1,34 Milliarden Euro stabil, was vor allem dem starken Digitalgeschäft zu verdanken ist:
- Streaming-Umsätze: Ein Plus von 24,9 % auf 116 Millionen Euro.
- Digitalwerbung: Ein massiver Anstieg von 40,2 %.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass RTL im Zukunftsmarkt Fuß fasst, auch wenn das traditionelle TV-Geschäft derzeit noch wie ein Bremsklotz wirkt.
Analysten skeptisch – Konzern stützt den Kurs
Der Markt reagierte prompt auf die gesenkten Ziele. Das Analysehaus Bernstein strich das Kursziel von 34 auf 30 Euro zusammen und verwies auf die reduzierten Gewinnaussichten. Um dem Druck entgegenzuwirken und den Kurs zu stützen, hat RTL die Flucht nach vorn angetreten: Ein neues Aktienrückkaufprogramm läuft seit Mitte November und soll bis März 2026 andauern. Bis zu 29,2 Millionen Euro will der Konzern investieren, um eigene Papiere vom Markt zu nehmen.
Aktuell notiert die Aktie bei 34,05 Euro und hält damit wacker den Abstand zum 52-Wochen-Tief von 24,35 Euro, das vor exakt einem Jahr markiert wurde. Das Rückkaufprogramm scheint als Sicherheitsnetz zu funktionieren, doch die gekappte Prognose deckelt vorerst jegliche Fantasie nach oben. Ob die Streaming-Erfolge langfristig die Schwäche im TV-Markt kompensieren können, bleibt die Wette der kommenden Monate.
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