Der Triebwerksbauer Rolls-Royce verzeichnet einen bemerkenswerten Start in das Börsenjahr 2026. Getrieben von einer Mischung aus geopolitischen Spannungen und starker operativer Entwicklung eilt das Papier von einem Hoch zum nächsten. Während Anleger die strategische Neuausrichtung feiern, stellen sich angesichts der inzwischen ambitionierten Bewertung jedoch erste Fragen zur Nachhaltigkeit des Anstiegs.

Geopolitik als Kurstreiber

Ein wesentlicher Faktor für die jüngste Nachfrage ist die Zuspitzung der geopolitischen Lage, die eine breite Umschichtung in europäische Rüstungswerte ausgelöst hat. Investoren reagieren dabei auf US-Militäroperationen in Venezuela sowie auf die Ankündigung von US-Präsident Trump, den Verteidigungsetat bis 2027 drastisch auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen. Rolls-Royce profitiert als Schwergewicht im FTSE 100 direkt von diesem Trend und bewegt sich im Gleichschritt mit anderen Branchengrößen wie BAE Systems nach oben.

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Power Systems und Rechenzentren

Doch Rolls-Royce ist mehr als nur ein Rüstungswert. Ein oft unterschätzter Wachstumsmotor ist die Sparte Power Systems. Diese Abteilung, die Motoren für Schiffe und U-Boote herstellt, profitiert massiv vom globalen Ausbau der Rechenzentren. Der Auftragseingang in diesem Segment sprang im letzten Halbjahr um 85 Prozent an. Analysten der UBS haben daraufhin ihre Kursziele angehoben und verweisen auf die glänzenden Aussichten in der Energieerzeugung bis 2028. Auch das klassische zivile Luftfahrtgeschäft zieht weiter an: Die Flugstunden der Triebwerke haben inzwischen das Niveau von 2019 übertroffen, was stabile Einnahmen durch Wartungsverträge sichert.

Bewertung mahnt zur Vorsicht

Die Kehrseite der Medaille ist die Bewertung. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mittlerweile bei über 36 und damit weit jenseits des zehnjährigen Durchschnitts von etwa 15. Auch Morningstar sieht den fairen Wert der Aktie deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Um das Vertrauen der Anleger zu stützen, startete das Management am 2. Januar ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 200 Millionen Pfund, finanziert durch den stark gestiegenen freien Cashflow.

Den nächsten wichtigen Impuls erwarten Marktbeobachter am 26. Februar 2026, wenn Rolls-Royce seine Jahreszahlen vorlegt. Das Management hat einen operativen Gewinn von bis zu 3,2 Milliarden Pfund in Aussicht gestellt. Angesichts der hohen Bewertungserwartungen dürfte jede Verfehlung dieser Ziele für Volatilität sorgen, während mittelfristig die Entwicklung kleiner modularer Kernreaktoren (SMR) als zusätzlicher Wachstumshebel bereitsteht.

  • Schlusskurs Freitag: 15,08 €
  • Tagesveränderung (Freitag): 1,75%
  • Change 7 Tage: -5,75%
  • Change 30 Tage: 17,63%
  • Seit Jahresanfang (YTD): -5,75%
  • Change 12 Monate: 117,17%
  • 52-Wochen-Hoch: 16,00 € (02.01.2026)
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -5,75%
  • 52-Wochen-Tief: 6,65 € (14.01.2025)
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief: 126,70%
  • 50-Tage-Durchschnitt: 13,20 €
  • Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: 14,24%
  • 100-Tage-Durchschnitt: 13,19 €
  • 200-Tage-Durchschnitt: 12,02 €
  • Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: 25,47%
  • RSI (14 Tage): 40,8
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 61,32%

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