Rolls-Royce startet das Jahr 2026 mit einer fundamentalen Bestätigung: Die Rating-Agentur S&P Global stuft den britischen Triebwerkshersteller mit 'BBB+' erstmals wieder als investmentwürdig ein. Gleichzeitig meldet das Unternehmen einen Durchbruch im US-Verteidigungsgeschäft. Für Anleger bedeutet das eine deutlich verbesserte Risikobewertung – und konkrete Wachstumsperspektiven.

Investment Grade wiederhergestellt

S&P Global Ratings hat Rolls-Royce ein Langfrist-Rating von 'BBB+' sowie ein Kurzfrist-Rating von 'A-2' zugewiesen. Damit kehrt der Konzern in die Liga der investmentwürdigen Schuldner zurück – ein entscheidender Meilenstein für institutionelle Investoren, die häufig nur in Investment-Grade-Titel investieren dürfen.

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Die Agentur begründet ihre Einschätzung mit der soliden operativen Performance über alle drei Geschäftsbereiche hinweg: Civil Aerospace, Defence und Power Systems. Konkret erwartet S&P für 2026 eine bereinigte EBITDA-Marge von 18 bis 19 Prozent. Der freie operative Cashflow soll auf bis zu 3,3 Milliarden Pfund steigen.

Zusätzlich honoriert die Rating-Agentur die laufende Vereinfachung der Konzernstruktur. Rolls-Royce bündelt derzeit seine nordamerikanischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsaktivitäten in einer neuen Einheit, Rolls-Royce North America (USA) Holdings Co. Diese Straffung unterstützt laut S&P den stabilen Ausblick.

Testphase für US-Militärprogramm läuft

Parallel dazu vermeldet das Unternehmen einen operativen Fortschritt im Verteidigungsbereich. Rolls-Royce hat die Triebwerkstests für das Future Long Range Assault Aircraft (FLRAA) der US-Armee gestartet.

Die wichtigsten Fakten:

  • Triebwerksmodell: Der fortschrittliche Turbinentrieb AE 1107F durchläuft derzeit Erprobungen
  • Einsatzzweck: Die Aggregate sollen Prototypen der nächsten Hubschraubergeneration antreiben, die künftig die Black-Hawk-Flotte ersetzen
  • Strategische Bedeutung: Das Programm sichert langfristige Einnahmen aus einem der größten Verteidigungsprojekte weltweit
  • Testziele: Im Fokus stehen höhere Leistung und verbesserte Treibstoffeffizienz

Die erfolgreiche Teilnahme am FLRAA-Programm festigt Rolls-Royces Position in der US-Verteidigungsindustrie und erschließt einen mehrjährigen Auftragsstrom.

Marktreaktion steht bevor

Die Aktie beendete das Jahr 2025 bei 1.150,00 GBp und konsolidiert damit nahe ihrer jüngsten Hochs. Das Investment-Grade-Rating reduziert das Risiko sowohl für Fremd- als auch für Eigenkapitalgeber spürbar. Mit einer angestrebten Verschuldung deutlich unter dem 1,5-fachen EBITDA verfolgt das Management eine disziplinierte Finanzpolitik.

Wenn die Londoner Börse nach dem Neujahrstag wieder öffnet, dürfte die Kombination aus Bonitätsverbesserung und Fortschritten im US-Verteidigungsgeschäft für Bewegung sorgen. Das Cashflow-Ziel von 3,3 Milliarden Pfund für 2026 liefert dabei eine konkrete Messlatte für Bewertungsmodelle.

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