Die Rolls-Royce-Aktie handelt nahe Allzeithochs – doch nun rückt eine andere Zahl in den Fokus: Bis zu 135 Millionen Dollar könnte CEO Tufan Erginbilgiç als langfristigen Bonus erhalten. Die Begründung: Der Manager hat seit 2023 eine drastische Kehrtwende eingeleitet, die Profitabilität explodierte. Doch die Summe dürfte für Diskussionen unter Investoren sorgen.

Radikaler Turnaround mit Erfolg

Seit Erginbilgiç Anfang 2023 das Ruder übernahm, hat sich Rolls-Royce fundamental gewandelt. Der operative Gewinn für 2025 wird zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund erwartet – ein drastischer Anstieg gegenüber den Verlustjahren zuvor. Die Margen sind durch strenge Kostendisziplin und das Effizienzprogramm "Turbo Tufan" deutlich gestiegen.

Der Verwaltungsrat argumentiert, dass eine solche Vergütung nötig sei, um Führungskräfte dieses Kalibers zu halten. Angesichts der operativen Erfolge und der verbesserten Finanzlage – das Unternehmen hat eine solide Netto-Cash-Position aufgebaut – erscheint die Begründung nachvollziehbar. Ob institutionelle Anleger die Höhe des Pakets mittragen, bleibt abzuwarten.

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Bewertung mit zwei Gesichtern

Die Marktreaktion auf die Transformation war eindeutig: Die Aktie notiert bei rund 12,85 Pfund und damit nahe dem 52-Wochen-Hoch von 13,06 Pfund. Drei Faktoren treiben die Rally:

  • Verteidigungsnachfrage: Geopolitische Spannungen stützen das Geschäft
  • Zivilluftfahrt-Erholung: Flugstunden erreichen Vor-Pandemie-Niveau, die margenstarken Serviceerlöse steigen
  • Aktienrückkäufe: Das laufende 200-Millionen-Pfund-Programm signalisiert Zuversicht

Doch bei der Bewertung zeigt sich ein auffälliger Kontrast. Das historische KGV liegt bei moderaten 18,4 – deutlich unter dem Branchenschnitt von 34,5 im europäischen Luft- und Raumfahrtsektor. Das Forward-KGV jedoch bewegt sich zwischen 37 und 41. Diese Diskrepanz offenbart: Der Markt preist bereits massives künftiges Wachstum ein. Enttäuschungen bei den Gewinnzielen würden empfindlich bestraft.

Momentum trifft auf hohe Erwartungen

Technisch bleibt der Aufwärtstrend intakt, die Aktie hält sich klar über den gleitenden Durchschnitten. Die jüngste Konsolidierung ist eher eine Verschnaufpause als eine Trendwende. Das Rückkaufprogramm und die starke Bilanz stützen zusätzlich.

Anleger stehen vor einer klassischen Abwägung: Der operative Turnaround ist real, die Cashflow-Generierung beeindruckend. Doch das hohe Forward-KGV lässt wenig Spielraum für Fehler. Wer einsteigt, wettet darauf, dass Erginbilgiç auch in den kommenden Jahren liefert – und dass die 135 Millionen Dollar gut investiert sind.

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