Rocket Lab USA feiert den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte und die Aktie notiert auf einem neuen Allzeithoch. Doch das makellose Bild bekommt Risse. Während Anleger den jüngsten Milliarden-Deal bejubeln, nutzen Top-Manager die hohen Kurse für massive Aktienverkäufe. Diese Diskrepanz zwischen operativer Stärke und dem Verhalten der Führungsebene sorgt für Verunsicherung.

Der 816-Millionen-Dollar-Treiber

Hauptgrund für die Kursexplosion ist die Bestätigung eines Großauftrags der U.S. Space Development Agency (SDA). Mit einem Basisvolumen von 816 Millionen Dollar handelt es sich um den wertvollsten Einzelvertrag in der Geschichte des Unternehmens. Rocket Lab wird 18 Satelliten für das "Tracking Layer Tranche 3"-Programm entwerfen, bauen und betreiben.

Dieser Deal ist strategisch bedeutsam: Er untermauert die Transformation vom reinen Startdienstleister zum umfassenden Systemanbieter für Raumfahrttechnologie. Die Reaktion am Markt war eindeutig, und Analysten von Needham hoben ihr Kursziel als Reaktion auf die validierten Verteidigungskapazitäten des Konzerns auf 90,00 US-Dollar an.

Insider machen Kasse

Trotz der fundamentalen Erfolge drückt eine Verkaufswelle aus der Chefetage auf die Stimmung. Mehrere Führungskräfte haben die jüngste Rallye genutzt, um Anteile in erheblichem Umfang zu liquidieren:

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  • CFO Adam Spice: Verkaufte am 5. Januar Aktien im Wert von rund 103 Millionen Dollar.
  • COO Frank Klein: Veräußerte am 2. Januar Anteile für etwa 7,3 Millionen Dollar.
  • CEO Peter Beck: Berichten zufolge wurden auch hier Anteile im Wert von rund 90 Millionen Dollar abgestoßen.

Zwar erfolgten diese Transaktionen im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne (Rule 10b5-1), doch das Gesamtvolumen von über 200 Millionen Dollar ist bemerkenswert. Dass die Führungsriege gerade jetzt in diesem Ausmaß Gewinne mitnimmt, wird von Marktbeobachtern kritisch beäugt.

Operative Stärke trifft auf Überhitzung

Abseits der Finanztransaktionen lieferte Rocket Lab 2025 ein Rekordjahr ab. Mit 21 erfolgreichen Electron-Missionen festigte das Unternehmen seinen Platz als weltweit drittaktivster Startanbieter. Der Fokus verschiebt sich nun zunehmend auf die Premiere der größeren Neutron-Rakete, die im Laufe des Jahres 2026 abheben soll.

Die Aktie spiegelt diese Erfolge wider, ist jedoch mittlerweile heiß gelaufen. Nach einem Anstieg von über 200 Prozent in den letzten zwölf Monaten notiert der Kurs extrem nah am 52-Wochen-Hoch von 85,56 US-Dollar. Ein RSI von 85 deutet zudem auf eine technisch stark überkaufte Situation hin.

Die langfristige Einnahmesicherheit durch den Regierungsauftrag steht aktuell dem kurzfristigen Verkaufsdruck durch Insider gegenüber. Solange der Markt das hohe Aktienangebot aus der Führungsetage absorbieren muss, könnte der Weg zu neuen Höchstständen trotz der exzellenten Auftragslage steinig werden.

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