Der Lithium-Spezialist Rock Tech hat sich einen prominenten Technologiepartner gesichert. Am 2. März 2026 unterzeichneten Rock Tech und Siemens Canada auf der weltweit größten Bergbaukonferenz PDAC in Toronto eine strategische Absichtserklärung. Im Zentrum: der Aufbau hochmoderner Lithium-Konversionskapazitäten in Kanada – mit deutscher Technologie als Blaupause.

Digital Twin für Red Rock

Die Kooperation sieht vor, dass Siemens seine Digitalisierungstechnologie – insbesondere sogenannte "Digital Twin"-Lösungen – für Entwicklung, Bau und Betrieb des geplanten Lithium-Konverters in Red Rock, Ontario, einsetzt. Ein digitaler Zwilling basierend auf den Bauplänen der deutschen Anlage in Guben soll erstellt und auf das kanadische Projekt übertragen werden.

Der Vorteil: Die bereits vollständig genehmigte und durchgeplante Guben-Anlage dient als Vorlage. Das verkürzt Entwicklungszeiten, minimiert technische Risiken und erhöht die Kapitaleffizienz. Ein weiterer digitaler Zwilling des kanadischen Standorts soll später als Blaupause für zusätzliche Anlagen in Kanada und anderen Märkten dienen.

Die Red Rock-Anlage ist auf eine Produktionskapazität von bis zu 32.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent pro Jahr ausgelegt – nach Unternehmensangaben ausreichend für die Batterien von rund 900.000 Elektrofahrzeugen jährlich. Gemeinsam wollen die Partner öffentliche Fördergelder bei Natural Resources Canada, der Regierung Ontarios und über deutsch-kanadische Kooperationsprogramme beantragen.

Guben: Europas Vorzeigeprojekt

Das Herzstück bleibt vorerst Deutschland. Der Lithium-Konverter in Guben soll ab 2027 jährlich 24.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumhydroxid produzieren – laut Rock Tech die größte Anlage dieser Art in Europa. Das Projekt ist als strategisches Vorhaben im Rahmen des EU-Critical Raw Materials Act anerkannt und soll Europas Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten verringern.

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Rock Tech hat für Guben 100 Millionen Euro direkte Zuschüsse vom Land Brandenburg und der Deutschen Bahn erhalten. Der CO₂-Fußabdruck der Anlage liegt nach Firmenangaben 30 Prozent unter dem Branchendurchschnitt.

Zuletzt gelang es dem Unternehmen, die geschätzten Investitionskosten um rund 50 Millionen Euro auf etwa 680 Millionen Euro zu senken. Auch die Betriebskosten sollen deutlich sinken: Von ursprünglich 5.033 Euro auf etwa 3.878 Euro pro Tonne Lithiumhydroxid – ein Rückgang um 23 Prozent.

Umweltzertifikat seit 2024

Bereits im März 2024 erhielt Rock Tech für die Guben-Aktivitäten die EMAS-Zertifizierung – das anspruchsvollste Umweltmanagementsystem der EU. Die Auszeichnung bestätigt, dass Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Umweltschutz fest in der Unternehmensstrategie verankert sind.

Bis 2030 will Rock Tech eine CO₂-freie Lieferkette, klimaneutrale Logistik sowie intelligentes Energie-, Wasser- und Abfallmanagement erreichen. Mindestens 90 Prozent der bei der Lithiumproduktion entstehenden Nebenprodukte sollen in anderen Industrien weiterverwertet werden.

Politischer Rückenwind aus der G7

Die Partnerschaft zwischen Rock Tech und Siemens Canada stärkt die deutsch-kanadische Zusammenarbeit innerhalb der G7 Critical Minerals Production Alliance. Kanadas Energie- und Ressourcenminister Tim Hodgson betonte, die zweite Runde strategischer Investitionen zeige, wie Kanada und seine G7-Partner "von Ambitionen zu konkretem Handeln" übergehen. Bundeswirtschaftsstaatssekretär Stefan Rouenhoff begrüßte die Vertiefung der Geschäftsbeziehungen ausdrücklich.

Mercedes-Benz hat bereits einen verbindlichen Abnahmevertrag über durchschnittlich 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr aus Guben abgeschlossen. Am 22. April 2026 veröffentlicht Rock Tech die Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025.

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