Die US-Regierung hat Mitte der Woche AI-Entwickler Anthropic als "Lieferkettenrisiko" eingestuft – und löste damit eine Kettenreaktion im Verteidigungssektor aus. Palantir Technologies profitiert doppelt: Das Unternehmen muss zwar Anthropics Claude-Modelle aus seinen Militärsystemen entfernen, positioniert sich dadurch aber als noch zentralerer Player in der Pentagon-IT-Infrastruktur. Gleichzeitig eskaliert der Iran-Konflikt – ein klassischer Katalysator für Rüstungstitel.

Die Aktie gewann in der Woche bis zum 6. März 15 Prozent. Am Freitag schloss sie bei 157,16 Dollar.

Gerichtssieg und Iran-Konflikt als zusätzliche Treiber

Zwei weitere Faktoren stützten die Erholung: Ein US-Bundesrichter gab Palantir in einem Rechtsstreit mit ehemaligen Mitarbeitern recht. Diese hatten nach ihrem Wechsel zum Konkurrenten Percepta offenbar Vertraulichkeitsvereinbarungen verletzt und Mitarbeiter abgeworben. Richter J. Paul Oetken untersagte den Beklagten die weitere Nutzung von Palantir-Daten.

Parallel dazu verstärkte die militärische Eskalation zwischen den USA und Iran das Interesse an Verteidigungssoftware. Palantir bezieht rund die Hälfte seines Umsatzes aus Regierungs- und Militäraufträgen – ein Geschäftsfeld, das von steigenden geopolitischen Spannungen direkt profitiert.

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Starke Quartalszahlen als Fundament

Die Aufwärtsbewegung baut auf den Zahlen zum vierten Quartal 2025 auf. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, im US-Geschäft mit kommerziellen Kunden sogar um 137 Prozent. Für 2026 peilt das Unternehmen Erlöse von rund 7,2 Milliarden Dollar an.

Analysten reagierten: Daiwa Securities und UBS stuften die Aktie von Neutral auf Buy hoch und setzten jeweils ein Kursziel von 180 Dollar. UBS verwies auf die Korrektur von zwischenzeitlich 35 Prozent gegenüber den Höchstständen Ende 2025 – das Chance-Risiko-Verhältnis habe sich verbessert. Der Konsens von 28 Analysten liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von knapp 188 Dollar.

Wie kritisch ist der Anthropic-Ausschluss?

Die Pentagon-Anweisung zwingt Palantir zum Umbau seiner Maven-Smart-Systems-Plattform. Maven-Verträge könnten ein Volumen von über einer Milliarde Dollar haben. Die technische Umstellung bindet Ressourcen, bringt aber zwei Vorteile: Palantir vertieft die Integration eigener oder alternativer Modelle in militärkritische Systeme – und sichert sich langfristig gegen ähnliche Policy-Risiken bei anderen Drittanbietern ab.

Die zentrale Frage für Investoren lautet: Erlaubt das Pentagon Übergangsfristen oder müssen Systeme sofort ersetzt werden? Klarheit dürfte es in den kommenden Wochen geben. Am 11. März veröffentlicht das US-Arbeitsministerium zudem die Februar-Inflationsdaten – ein Termin, der volatile Tech-Titel regelmäßig durchschüttelt.

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