Der Rohstoffkonzern Rio Tinto baut sein Portfolio konsequent um. Während die Diamantenproduktion in Kanada diese Woche endgültig eingestellt wurde, fließt das frei werdende Kapital nun gezielt in die Rohstoffe der Energiewende. Ein wichtiger Meilenstein in Argentinien zeigt, wie schnell das Management diese neue Strategie in die Tat umsetzt.

Steuervorteile für den Lithium-Ausbau

Am Freitag erhielt das Unternehmen die offizielle Genehmigung der argentinischen Behörden für sein Lithiumcarbonat-Projekt im Salar del Hombre Muerto. Dieser Schritt im Rahmen des RIGI-Investitionsprogramms macht den Weg frei für eine Investition von 560 Millionen US-Dollar. Ziel der Ausbaustufe ist es, die bestehende Kapazität um jährlich 10.000 Tonnen zu erweitern.

Der Konzern sichert sich durch den RIGI-Status nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch eine 30-jährige regulatorische Stabilität bei Zöllen und Wechselkursen. Die erste Produktion aus dieser neuen Anlage wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Das Projekt soll während der Bauphase über 1.100 Arbeitsplätze schaffen und später jährliche Exporte im Wert von rund 165 Millionen US-Dollar generieren.

Aluminium-Rallye weckt alte Anlagen

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Parallel zum Lithium-Ausbau profitiert Rio Tinto von der aktuellen Preisdynamik am Aluminiummarkt. Da die Notierungen an der London Metal Exchange kürzlich historische Höchststände von über 3.200 US-Dollar pro Tonne erreichten, prüft das Management nun das Wiederanfahren stillgelegter Kapazitäten. Konkret geht es um die seit 2020 pausierte Linie 4 der Te Wai Point Hütte in Neuseeland. Der Preisanstieg von 24 Prozent seit Jahresbeginn hat die wirtschaftliche Machbarkeit dieses Schrittes deutlich verbessert. Entsprechende Verhandlungen mit lokalen Stromversorgern laufen bereits.

Die Neuausrichtung auf Metalle der Energiewende wird am Markt aufmerksam verfolgt. Die Aktie verabschiedete sich am Freitag mit einem leichten Plus bei 74,75 Euro ins Wochenende und verzeichnet damit auf Wochensicht einen Zuwachs von rund 4,5 Prozent. Ein RSI-Wert von über 82 deutet nach den jüngsten Anstiegen allerdings auf eine kurzfristig überkaufte Situation hin.

Neben Lithium und Aluminium treibt der Konzern auch sein Kupfergeschäft voran. Jüngste Bohrungen beim Resolution-Projekt in Arizona unterstreichen den Anspruch, dort langfristig über 18 Millionen Tonnen des Industriemetalls zu fördern. Die strategische Transformation verlangt dem Unternehmen zwar hohe Kapitalausgaben ab, positioniert Rio Tinto aber klar für die wachsende Nachfrage nach Batteriemetallen bis zum anvisierten Produktionsziel von 200.000 Tonnen Lithium im Jahr 2028.

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