Rigetti Computing verschiebt die Markteinführung seines 108-Qubit-Systems Cepheus-1-108Q auf Ende März 2026. Der Quantencomputer-Spezialist begründet den Aufschub mit technischen Herausforderungen bei sogenannten Tunable Couplers – entscheidenden Komponenten für die Rechengenauigkeit. Ursprünglich sollte das System bereits Ende 2025 verfügbar sein. Für Anleger stellt sich die Frage: Wie kritisch ist diese Verzögerung im Wettrennen um Quantenüberlegenheit?

Technische Hürden bremsen Zeitplan

CEO Dr. Subodh Kulkarni räumte ein, dass trotz „starker Fortschritte" zusätzliche Zeit für Tests und Optimierung nötig sei. Das Ziel ist ambitioniert: Eine mediane Zwei-Qubit-Gate-Genauigkeit von 99,5 Prozent. Aktuell liegt das 108-Qubit-System bei 99 Prozent – ein solider Wert, aber eben noch nicht am Ziel. Zum Vergleich: Kleinere Systeme mit 9 Qubits erreichen bereits 99,7 Prozent, das 36-Qubit-System 99,6 Prozent.

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Die Tunable Couplers sind das Herzstück der modularen Architektur. Das Cepheus-System besteht aus zwölf miteinander verbundenen 9-Qubit-Chiplets – eine proprietäre Technologie, die Rigetti von Wettbewerbern unterscheidet. Funktioniert das Konzept, wäre es der weltweit größte modulare Quantencomputer. Doch genau diese Komplexität verursacht nun die Verzögerung.

Insider-Verkauf sorgt für Fragezeichen

Parallel zur Roadmap-Anpassung wurde ein SEC-Filing vom 2. Januar bekannt: Aufsichtsratsmitglied Dr. Alissa Fitzgerald trennte sich von 59.316 Aktien im Wert von rund 1,3 Millionen Dollar. Das reduzierte ihre direkte Beteiligung um über 63 Prozent. Der zeitliche Zusammenhang mit der später kommunizierten Verzögerung dürfte am Markt für Diskussionen sorgen.

Wettlauf der Quantensysteme

Die Verschiebung fällt in eine Phase intensiven Wettbewerbs. Während IBM, Google und andere Player ihre Qubit-Zahlen stetig erhöhen, muss Rigetti nun nachjustieren. Das Unternehmen setzt auf seine modulare Bauweise als Differenzierungsmerkmal – doch die Strategie steht und fällt mit der technischen Umsetzung.

Anfang März 2026 folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Dann dürfte das Management detaillierter Stellung zu den Fortschritten bei Cepheus nehmen. Bis Ende März muss das System liefern – sonst droht weiterer Vertrauensverlust bei Investoren, die auf einen Durchbruch im Quantensektor setzen.

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