Rigetti Aktie: Bewertungsdruck
Rigetti startet ins Börsenjahr 2026 mit hohen Erwartungen – und wachsender Skepsis. Nach einer spekulativen Rally 2025 steht nun die Frage im Vordergrund, ob Umsatz und Technologie-Fortschritte die zuletzt erreichte Milliardenbewertung rechtfertigen können. Der Fokus verschiebt sich klar weg von Visionen hin zu harten Kennzahlen und konkreten Meilensteinen.
Hohe Bewertung, schwache Basis
Die Aktie notiert aktuell bei 22,15 US‑Dollar und damit deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 48,36 US‑Dollar. Trotz dieser Korrektur bleibt die Marktkapitalisierung hoch im Verhältnis zur operativen Leistung.
Der Kernkonflikt: Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal 2025 rund 1,95 Millionen US‑Dollar Umsatz, meldete aber im gleichen Zeitraum einen Nettoverlust von über 200 Millionen US‑Dollar. Auf Basis der 2025er Umsätze ergibt sich damit ein extrem hohes Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 1.000.
Diese Diskrepanz sorgt für zunehmende Nervosität, gerade nach der starken Kursphase im vergangenen Jahr. Einige Marktbeobachter sprechen bereits davon, dass der „Quantum-Aufschlag“ im Kurs ohne sichtbare Fortschritte im Geschäft weiter abschmelzen könnte.
Kurz die Ausgangslage:
- Sehr hohes Bewertungsniveau gemessen am aktuellen Umsatz
- Stark wachsender Verlust durch operative Kosten und Skalierung
- Nachlassende Kursdynamik nach der Rally 2025
Operative Meilensteine im Fokus
2026 wird für Rigetti zu einem Jahr der Bewährung. Entscheidend sind vor allem zwei operative Hebel, an denen sich der Markt orientiert:
Zum einen steht die Auslieferung von zwei Novera-Quantensystemen im Mittelpunkt. Diese Systeme wurden Ende 2025 über Kaufverträge im Gesamtvolumen von 5,7 Millionen US‑Dollar gesichert und sollen im ersten Halbjahr 2026 geliefert werden. Gelingt die fristgerechte Umsetzung inklusive Umsatzrealisierung, wäre das ein wichtiger Beleg für kommerzielle Tragfähigkeit jenseits von Pilotprojekten.
Zum anderen zählt die technologische Roadmap. Rigetti hat sich verpflichtet, bis Ende 2026 ein System mit mehr als 150 Qubits bereitzustellen. Angesichts der intensiven Konkurrenz im Quantum-Bereich wäre eine Verzögerung hier ein klares Warnsignal für den Markt und würde die Bewertung zusätzlich unter Druck setzen.
Sentiment: Chance und Risiko dicht beieinander
Die Stimmung rund um die Aktie ist gemischt. Auf der einen Seite steht das enorme theoretische Potenzial von Quantencomputern, das weiterhin spekulatives Kapital anzieht. Auf der anderen Seite werfen die aktuellen Finanzkennzahlen ein deutliches Licht auf die Risiken des Geschäftsmodells in seiner frühen Phase.
Belastend wirkt zudem, dass Rigetti Ende 2025 nicht in die erste Auswahlrunde („Stage B“) der DARPA Quantum Benchmarking Initiative aufgenommen wurde. Diese Entscheidung drückt auf die Wahrnehmung im institutionellen Umfeld, auch wenn das Unternehmen nach eigenen Angaben im Austausch mit der Behörde bleibt.
Die hohe Schwankungsanfälligkeit unterstreicht das Profil: Die annualisierte 30‑Tage-Volatilität liegt bei rund 93 %, der aktuelle Kurs bewegt sich etwa 54 % unter dem Jahreshoch, aber noch gut 15 % über dem 52‑Wochen-Tief. Damit bleibt Rigetti klar ein Hochrisiko-Titel, bei dem schon kleine Nachrichten große Ausschläge auslösen können.
Ausblick auf 2026
Für 2026 wird entscheidend sein, ob Rigetti den Übergang von einem primär forschungsgetriebenen Unternehmen mit geringen Umsätzen hin zu einem klar erkennbar skalierenden Geschäftsmodell schafft. Konkrete Prüfpunkte sind dabei die erfolgreiche Auslieferung und Abrechnung der Novera-Systeme im ersten Halbjahr sowie sichtbare Fortschritte beim angekündigten 150+-Qubit-System bis Jahresende.
Bleiben diese Meilensteine aus oder verzögern sie sich deutlich, dürfte der Bewertungsdruck zunehmen. Gelingt hingegen die Kombination aus technologischen Fortschritten und greifbarem Umsatzwachstum, könnte 2026 zum entscheidenden Jahr für die Neubewertung der Rigetti-Aktie werden.
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