Der Düsseldorfer Rüstungskonzern baut sich rasant zum maritimen Komplettanbieter um. Doch am Markt sorgt der teure Expansionskurs für spürbare Skepsis. Wenn das Management am morgigen Mittwoch die Jahreszahlen für 2025 präsentiert, steht daher vor allem die Profitabilität der neuen Strategie auf dem Prüfstand.

Zum 1. März integrierte das Unternehmen die Naval Vessels Lürssen (NVL) und schuf damit eine eigene Marinesparte. Parallel sicherte sich der Konzern die Mehrheit am kroatischen Robotikspezialisten DOK-ING. Damit deckt Rheinmetall nun als Systemanbieter die Bereiche Land, Luft und See vollständig ab. Anleger reagierten auf diesen fundamentalen Umbau jedoch zurückhaltend. Sorgen über hohe Integrationskosten ließen den Kurs zuletzt korrigieren. Aktuell notiert das Papier bei 1.642,00 Euro und hat sich damit rund 17 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt.

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Skepsis beim Ausblick

Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung der Investoren ist die kurzfristige Erwartungshaltung. Die erste Umsatzprognose für 2026, die das Kerngeschäft ohne die neuen Marine-Anteile auf rund 13,6 Milliarden Euro bezifferte, verfehlte die Analystenschätzungen von über 14 Milliarden Euro. Zusätzlich dämpfen parlamentarische Budgetkürzungen bei künftigen Drohnen-Aufträgen die Stimmung im Sektor. Infolgedessen rutschte die Aktie im Vorfeld der Bilanzpräsentation unter wichtige charttechnische Marken wie die 50-Tage-Linie bei 1.743,47 Euro.

Margen rücken in den Fokus

Kann der Konzern seine rasante Expansion auch profitabel gestalten? Diese Frage wird im Zentrum der morgigen Bilanzpressekonferenz stehen. Für das abgelaufene Jahr 2025 stellte der Vorstand zuletzt ein Umsatzplus von bis zu 35 Prozent bei einer operativen Marge von 18,5 bis 19 Prozent in Aussicht.

Mit Blick auf das laufende Jahr 2026 peilt das Management inklusive der neuen NVL-Division Erlöse von 15 bis 16 Milliarden Euro an. Die entscheidende Kennzahl für den Markt wird jedoch die Marge sein. Diese soll trotz der laufenden Aufwendungen für die Unternehmensintegrationen stabil zwischen 18 und 20 Prozent liegen.

Ungeachtet der jüngsten Konsolidierung ist das fundamentale Fundament des Konzerns intakt. Ein massiver Auftragsbestand von 64 Milliarden Euro und das fortlaufende Engagement von institutionellen Investoren wie BlackRock, die 7,33 Prozent der Stimmrechte halten, stützen die Positionierung. Am Mittwoch muss der Vorstand nun konkrete Zahlen liefern. Ein detaillierter, margenstarker Fahrplan zur angepeilten Umsatzverfünffachung bis 2030 ist dabei die zwingende Voraussetzung, um die Marktteilnehmer vom Mehrwert des maritimen Zukaufs zu überzeugen.

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