Rheinmetall Aktie: Prognosen bestätigt?
Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis — und trotzdem enttäuscht. Rheinmetall hat für 2025 die stärksten Zahlen der Unternehmensgeschichte vorgelegt, doch der Markt blickte bereits auf 2026. Die dort vorgelegte Prognose blieb hinter den Erwartungen zurück, was die Aktie zunächst kräftig unter Druck setzte. Inzwischen hat sie sich erholt.
Starke Zahlen, zu schwache Prognose
Der Konzernumsatz kletterte 2025 um 29 % auf 9,94 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis legte noch stärker zu — um 33 % auf 1,84 Milliarden Euro — und trieb die operative Marge von 15,2 % auf 18,5 %. Objektiv starke Zahlen. Analysten hatten allerdings mit rund 10,2 Milliarden Euro Umsatz und einem Betriebsergebnis oberhalb von 1,9 Milliarden Euro gerechnet.
Noch deutlicher klaffte die Lücke beim Ausblick. Für 2026 prognostiziert Rheinmetall einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro — Bloomberg-Analysten hatten rund 15 Milliarden Euro auf dem Zettel. Das Unternehmen erwartet zwar eine operative Marge von rund 19 % und rechnet damit, den Auftragsbestand auf über 135 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln. Für den Markt reichte das nicht.
Die Dividende steigt deutlich: Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt das Management der Hauptversammlung am 12. Mai 11,50 Euro je Aktie vor, nach 8,10 Euro im Vorjahr.
Einstieg in die Marineverteidigung
Parallel zur Ergebnisveröffentlichung besiegelte Rheinmetall die Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) und schuf damit die neue Division „Naval Systems". Zu ihr gehören vier Werften — darunter Blohm+Voss in Hamburg und die Peene-Werft in Wolgast — sowie rund 2.100 neue Mitarbeiter.
Die Akquisition stärkt den Auftragsbestand unmittelbar um 5 bis 6 Milliarden Euro. Das Management erwartet, dass das Marinegeschäft 2026 zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beiträgt — mit dem Ziel, diesen Beitrag bis 2030 auf 5 Milliarden Euro auszubauen. Daneben plant CEO Armin Papperger die Munitionsproduktion von aktuell rund 70.000 auf 1,5 Millionen Einheiten jährlich bis 2030 hochzufahren.
Als Rückenwind benennt Rheinmetall Deutschlands 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr, das europäische SAFE-Programm mit 150 Milliarden Euro Volumen sowie die gestiegenen NATO-Verteidigungsausgaben. Hinzu kommt die Möglichkeit, die USA bei der Auffüllung von Raketenbeständen nach dem Iran-Krieg zu unterstützen.
Kurs erholt sich — Lücke zum Hoch bleibt groß
Nach dem rund 8-prozentigen Ausverkauf unmittelbar nach der Ergebnisveröffentlichung hat die Aktie eine Erholung eingeleitet. Mit einem RSI von 83,7 zeigt der Titel kurzfristig allerdings deutliche Überkauft-Signale. Zum 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro fehlen noch rund 20 %, während der Kurs auch unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 1.721 Euro notiert.
Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 7. Mai 2026, wenn Rheinmetall die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die ambitionierte Wachstumsstory für 2026 in den frühen Zahlen bereits Kontur gewinnt — und ob die Erwartungslücke zur Prognose sich schließen lässt.
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