Die geopolitische Lage im Nahen Osten und die damit verbundenen Spannungen mit dem Iran zwingen die westliche Rüstungsindustrie zum Handeln. Angesichts drohender Engpässe bei Flugabwehrraketen reagiert Rheinmetall nun mit einer sofortigen Beschleunigung seiner Fertigungspläne. Gleichzeitig meldet der Düsseldorfer Konzern Vollzug bei wichtigen strategischen Übernahmen, die das Portfolio zu Wasser und zu Land deutlich erweitern.

Antwort auf Raketenmangel

Experten warnen zunehmend davor, dass die westlichen Bestände an Raketen und Munition für eine anhaltende Konfliktsituation nicht ausreichen könnten. Auf diese Einschätzung reagiert Rheinmetall mit einer forcierten Expansion. Wie der Konzern bestätigte, soll der Ausbau der Kapazitäten für Raketen und Raketenmotoren "schnellstmöglich" umgesetzt werden.

Konkret bedeutet dies den Bau neuer Produktionsstätten im niedersächsischen Unterlüß sowie im spanischen Burgos. Der Zeitplan ist ambitioniert: Die Anlagen in Deutschland sollen bereits im ersten Quartal 2027 fertiggestellt sein. Ziel ist es, die lokale Wertschöpfung in Europa zu stärken und als zentraler industrieller Partner die Versorgungssicherheit wiederherzustellen.

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Expansion durch Zukäufe

Neben dem organischen Ausbau der Fabriken treibt das Management die Diversifizierung voran. In dieser Woche unterzeichnete Rheinmetall einen Vertrag über den Erwerb von 51 Prozent am kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING. Das Unternehmen ist bekannt für seine unbemannten Bodensysteme, die unter anderem in der Ukraine zur Minenräumung eingesetzt werden. Auf Basis der DOK-ING-Plattform "Komodo" soll in Kroatien ein neues Kompetenzzentrum für schwere autonome Fahrzeuge entstehen.

Auch im maritimen Bereich sind die Weichen gestellt: Die Übernahme der NVL (ehemals Lürssen-Verteidigungssparte) wurde zum 1. März 2026 rechtskräftig vollzogen. Damit entsteht ein neues Systemhaus für Marineschiffe und autonome Oberflächensysteme, das die steigende Nachfrage der Seestreitkräfte bedienen soll.

Die Börse reagierte am Freitag positiv auf die offensiven Schritte des Managements. Die Aktie legte um 2,25 Prozent auf 1.592,50 Euro zu. Damit konnte das Papier seine seit Jahresanfang bestehende leichte Negativperformance auf nur noch -0,56 Prozent reduzieren, bleibt aber weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von knapp 2.000 Euro.

Die Kombination aus beschleunigtem Kapazitätsaufbau bei Munition und der technologischen Verbreiterung durch Übernahmen unterstreicht den Anspruch des Konzerns, alle militärischen Dimensionen abzudecken. Entscheidend für die weitere Bewertung wird nun sein, wie reibungslos die Integration der neuen Sparten verläuft und ob die ambitionierten Zeitpläne für die neuen Fabriken eingehalten werden können.

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