Rheinmetall will Generalunternehmer für das größte Marineprojekt der Bundeswehr werden — ein Auftrag mit einem Volumen von rund zehn Milliarden Euro. Das F126-Fregatten-Programm liegt vier Jahre im Verzug, der bisherige Auftragnehmer Damen Naval scheiterte unter anderem an Software-Problemen bei der Übertragung der Konstruktionspläne. Nun soll Rheinmetall das Projekt aus dem Stillstand holen.

„Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems. Die erste der sechs geplanten U-Boot-Jagd-Fregatten soll demnach im zweiten Halbjahr 2031 abgeliefert werden.

Frische Kapazitäten durch NVL-Übernahme

Die Grundlage für diesen Vorstoß legte die Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL), die am 1. März 2026 abgeschlossen wurde. Damit verfügt Rheinmetall nun über eigene Werftkapazitäten — ein entscheidender Faktor, der die Bewerbung als Generalunternehmer erst glaubwürdig macht.

Vergeben ist der Auftrag allerdings noch nicht. Das Verteidigungsministerium prüft parallel eine zweite Option: Der Kieler Marineschiffbauer TKMS könnte stattdessen kleinere Fregatten vom Typ Meko A-200 DEU bauen. Die endgültige Entscheidung fällt in den kommenden Monaten.

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Beim nächsten Marineprojekt, der Fregatte F127 für den Schutz weitläufiger Lufträume auf See, tritt Rheinmetall dagegen gemeinsam mit TKMS an — ohne Konkurrenz.

Starkes Fundament, schwacher Kurs

Trotz der strategischen Fortschritte zeigt die Aktie wenig Reaktion. Mit einem Minus von rund 1,6 Prozent auf 1.461,50 Euro setzt sich die Korrektur fort — seit dem Hoch bei knapp 1.995 Euro Ende September hat die Aktie mehr als ein Viertel ihres Werts verloren. Die Aufwärtstrendlinie aus dem Herbst 2024 wurde zuletzt aufgegeben, was technisch auf eine anhaltende Schwächephase hindeutet.

Das operative Bild erzählt eine andere Geschichte. Für 2025 meldete Rheinmetall einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 18,5 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro — und könnte 2026 durch Bundeswehr-Sondervermögen, das europäische SAFE-Programm und wachsende NATO-Budgets auf über 135 Milliarden Euro steigen. Ein erfolgreicher F126-Abschluss würde weitere zehn Milliarden Euro hinzufügen.

Konkrete Zahlen liefert der Q1-Bericht am 7. Mai 2026. Kurz darauf, auf der Hauptversammlung am 12. Mai, soll eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden — nach 8,10 Euro im Vorjahr.

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