Goldman Sachs hat Rheinmetall heute in seine „Conviction List" aufgenommen — eine Auswahl besonders aussichtsreicher europäischer Aktien. Zeitgleich wurden Details zu einem Bundeswehr-Rahmenvertrag für Kampfdrohnen bekannt. Die Kombination aus Analystenvertrauen und konkretem Auftragsvolumen trieb den Kurs um rund 9,4 Prozent auf 1.589 Euro.

Bundeswehr plant 2,4-Milliarden-Rahmenvertrag für „Raider"-Drohnen

Das Herzstück der heutigen Nachrichten ist ein geplantes Beschaffungsprojekt des Bundes. Laut einer Vorlage des Finanzministeriums soll ein Rahmenvertrag über Kampfdrohnen des Typs „Raider" ein Gesamtvolumen von bis zu 2,4 Milliarden Euro umfassen. Eine erste Festbestellung im Wert von 298 Millionen Euro ist bereits vorgesehen. Die Drohnen sind als sogenannte Loitering Munition für die Panzerbrigade 45 in Litauen eingeplant.

Der Haushaltsausschuss soll den Vertrag bereits nächste Woche billigen. Zur parlamentarischen Kontrolle wird das Volumen vorerst auf eine Milliarde Euro gedeckelt — jeder weitere Abruf bedarf einer Einzelgenehmigung.

Langfristige Positionierung im Drohnenbereich

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Neben dem „Raider"-Projekt arbeitet Rheinmetall gemeinsam mit Boeing Australia an der MQ-28 „Ghost Bat". Das Unternehmen tritt dabei als Systemintegrator auf und bewirbt die Drohne für ein Bundeswehr-Beschaffungsprogramm bis 2029. Branchenexperten schätzen das Umsatzpotenzial dieses Projekts im dreistelligen Millionenbereich.

Das geopolitische Umfeld bleibt ein Rückenwind: Trotz Signalen aus Washington zu einer möglichen Deeskalation im Iran-Konflikt halten die Spannungen in der Region an. Angriffe der Huthi-Miliz stützen die Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnologie — einem Bereich, in dem Rheinmetall zunehmend als Systemmanager positioniert ist.

Mit dem heutigen Kurssprung notiert die Aktie allerdings deutlich im überkauften Bereich, der RSI liegt bei 79. Zum 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro fehlen noch rund 20 Prozent — der Rahmenvertrag liefert dafür nun zumindest eine konkrete fundamentale Grundlage.

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