Rheinmetall Aktie: Marktgeschehen analysieren
Der DAX-Rüstungskonzern meldet einen neuen Lynx-Auftrag aus der Ukraine – doch zum Wochenstart dominiert eine andere Nachricht: Gleich mehrere Investmentbanken korrigieren ihre Bewertungen nach unten. Was steckt hinter der Analyse-Welle?
Die wichtigsten Fakten:
- Berenberg senkt Kursziel von 2.340 auf 2.200 Euro (Rating: Buy)
- DZ Bank reduziert fairen Wert auf 2.290 Euro (vorher 2.385 Euro)
- Bernstein Research passt Ziel auf 2.000 Euro an
- Neuer Ukraine-Auftrag: Fünf Lynx-Panzer im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich
- Aktie notiert bei rund 1.881 Euro – deutlich unter allen Analyst-Zielen
Automotive-Verkauf drückt auf Bewertungsmodelle
Die Privatbank Berenberg nennt konkrete Gründe für die Reduzierung: Die geplante Trennung vom zivilen Automotive-Geschäft wird nun in den Bewertungsmodellen berücksichtigt. Das beeinflusst die rechnerischen Zielkurse, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Einschätzung.
Berenberg bleibt beim "Buy"-Rating und spricht weiterhin von einem "Superzyklus" für die Rüstungsbranche. Hintergrund ist der NATO-Beschluss vom Gipfel in Den Haag 2025: Die Allianz will ihre Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben bis 2035 auf 5 Prozent des BIP steigern – 3,5 Prozent allein für Kernverteidigung.
Auch DZ Bank und Bernstein Research justieren ihre Ziele nach unten, bekräftigen aber die Kaufempfehlungen. Die Deutsche Bank setzt das Kursziel bei 2.100 Euro an.
JP Morgan dämpft USA-Euphorie
Anders argumentiert JP Morgan. Die US-Bank bestätigt zwar "Overweight" mit Kursziel 2.250 Euro, warnt aber vor überzogenen Erwartungen bezüglich des amerikanischen Marktes.
Die Analysten sehen Rheinmetall nicht in der ersten Reihe der Profiteure steigender US-Rüstungsbudgets. BAE Systems, Leonardo oder QinetiQ seien direktere Nutznießer der amerikanischen Ausgabenpläne. Der Fokus der Märkte verschiebe sich zudem weg vom Ukraine-Konflikt hin zu neuen geopolitischen Brennpunkten wie Venezuela und Grönland.
Lynx-Auftrag aus Kiew bestätigt
Operativ liefert der Konzern derweil Ergebnisse. Deutschland finanziert die Lieferung von fünf Schützenpanzern des Typs Lynx KF41 an die Ukraine. Die Auslieferung ist bereits für Anfang 2026 geplant.
Der Deal etabliert den Lynx im Einsatz und ebnet den Weg für eine perspektivisch geplante Produktion direkt in der Ukraine. Das mittlere zweistellige Millionen-Volumen unterstreicht die langfristige Kundenbindung.
Die Kursziel-Anpassungen reflektieren technische Faktoren wie den Automotive-Verkauf, keine fundamentale Schwäche des Kerngeschäfts. Der Lynx-Auftrag zeigt: Die Auftragsbücher füllen sich weiter. Doch die JP Morgan-Analyse macht deutlich, dass die Phase automatischer Branchengewinne einer selektiveren Bewertung weicht.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








