Der Rüstungskonzern Rheinmetall zeigt sich zum Start des Börsenjahres 2026 widerstandsfähig. Ungeachtet politischer Verzögerungen auf EU-Ebene verzeichnet das Papier Kursgewinne und lässt wichtige charttechnische Hürden hinter sich. Analysten sehen angesichts der gefüllten Auftragsbücher eine massive Unterbewertung.

  • Erholung: Aktueller Kurs bei 1.587,50 Euro nach Überwinden kurzfristiger Widerstände.
  • Analysten-Konsens: Kursziele liegen bis zu 40 Prozent über dem aktuellen Niveau.
  • Resilienz: Verzögerungen beim FCAS-Projekt belasten den Kurs nicht.

Der Start in das Jahr 2026 ist dem Düsseldorfer Konzern geglückt. Nach einem volatilen Vorlauf, der sich in einem Rückgang von rund 13 Prozent über die letzten sieben Tage widerspiegelt, griffen Anleger am Freitag wieder zu. Mit einem aktuellen Kurs von 1.587,50 Euro konnte sich die Aktie deutlich vom Schlusskurs des Vortages (1.553,00 Euro) absetzen. Marktbeobachter werten diese Entwicklung als Zeichen der Stärke, da sie trotz negativer Nachrichten aus dem politischen Umfeld erfolgt.

Auftragsbücher stechen Politik

Besonders bemerkenswert ist die Reaktion des Marktes auf die erneute Vertagung der Entscheidung über das europäische Luftkampfsystem FCAS (Future Combat Air System). In der Vergangenheit führten solche Nachrichten oft zu Kursabschlägen. Aktuell scheinen Investoren diese politischen Hängepartien jedoch auszublenden und fokussieren sich auf das Kerngeschäft.

Die fundamentale Lage stützt diese Sichtweise: Erst kurz vor Jahresende bestätigte die Bundeswehr einen Großauftrag über 200 weitere Schützenpanzer Puma mit einem Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro. Zudem schärft die eingeleitete Abspaltung der Zivilsparte das Profil des Konzerns als reiner "Defense Player", was am Markt traditionell mit höheren Bewertungen honoriert wird.

Experten sehen massives Potenzial

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Während der Kurs aktuell noch rund 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro notiert, sind Finanzexperten von einer baldigen Schließung dieser Lücke überzeugt. Der Konsens unter den Analysten deutet auf eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem aktuellen Börsenwert und dem fairen Wert des Unternehmens hin.

Die aktuellen Einschätzungen im Detail:
* Durchschnittliches Kursziel: 2.176,60 Euro
* Spitzen-Kursziel: 2.500,00 Euro
* US-Bank JP Morgan: Sieht den fairen Wert bei 2.250 Euro.
* Stimmung: 10 von 11 Analysten raten derzeit zum Kauf, lediglich einer votiert mit Halten.

Wichtige Marken im Fokus

Aus charttechnischer Sicht war der Sprung über die Zone zwischen 1.562 und 1.568 Euro ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung. Damit wurde eine kurzfristige Konsolidierung dynamisch aufgelöst. Gelingt es den Käufern, dieses Niveau zu verteidigen, rücken laut Chartanalysten die nächsten Widerstandsbereiche bei 1.640 Euro in den Fokus.

Für eine nachhaltige Trendumkehr muss die Aktie jedoch noch Boden gutmachen: Der viel beachtete 200-Tage-Durchschnitt verläuft derzeit bei 1.693,93 Euro. Ein Anstieg über diese Marke wäre das nächste entscheidende Signal für eine langfristige Fortsetzung der Rally. Solange die Unterstützungszone im Bereich von 1.481 bis 1.504 Euro hält, bleibt das Setup konstruktiv.

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