Rheinmetall liefert zum Wochenschluss gleich mehrere konkrete Signale: neue Verträge, ein weiterer Schritt beim Bundeswehr-Drohnenprogramm und eine formal abgeschlossene Kapitalmaßnahme. Das Bild dahinter ist klar: Der Konzern verbreitert seine Auftragsbasis – und der Markt will nun wissen, ob die Jahreszahlen am 11. März diese Dynamik auch in den harten Kennzahlen bestätigen.

Zuletzt blieb die Aktie dennoch in einer kurzen Verschnaufpause: Am Freitag schloss sie bei 1.666,50 Euro, in den vergangenen 30 Tagen steht ein Minus von 9,65%. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt mit 83,7 sehr hoch – ein Wert, der häufig auf eine kurzfristig „heiße“ Lage hindeutet, auch wenn das allein keine Richtung vorgibt.

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Neue Aufträge: Von Feldhospitälern bis Luchs 2

Ein Baustein kommt aus Dänemark: Ende 2025 sicherte sich die Tochter Rheinmetall Mobile Systeme einen Vertrag über fünf Role-2-Feldhospitäler. Der Auftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, verbucht wurde er im vierten Quartal 2025. Die Auslieferung soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen.

Größer fällt der nächste Land-Systeme-Impuls aus: GDELS beauftragte Rheinmetall Anfang Februar mit Turm, Hauptbewaffnung und Simulatoren für das Spähfahrzeug Luchs 2. Der Gesamtwert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bis 2031 sind zunächst 274 „CT-025“-Türme vorgesehen, die Bundeswehr plant insgesamt bis zu 356 Luchs-2-Fahrzeuge.

Bundeswehr-Drohnenprogramm: Rheinmetall „in Stellung“

Ein weiterer Kurstreiber könnte aus Berlin kommen. Laut Deutschlandfunk plant das Verteidigungsministerium Ausgaben von bis zu 4,4 Milliarden Euro für sogenannte Kamikaze-Drohnen, eine fünfstellige Stückzahl sei vorgesehen. Rheinmetall arbeitet daran, sich in den kommenden Wochen als dritter Lieferant zu positionieren; laut Financial Times wird ein anfängliches Auftragsvolumen von rund 269 Millionen Euro für das Unternehmen diskutiert.

Parallel zeigte Rheinmetall auf der Fachmesse Enforce Tac (23.–25. Februar) neue Systeme, darunter den „Fuchs JAGM“ auf Basis der Fuchs-6×6-Plattform.

Kapitalmaßnahme abgeschlossen – und der Blick geht auf den 11. März

Am Freitag meldete Rheinmetall zudem die aktualisierte Gesamtzahl der Stimmrechte und markierte damit den technischen Abschluss der Kapitalmaßnahme. Nach Ausgabe neuer Bezugsaktien beträgt die Zahl der Stimmrechte nun 46.516.641 (ohne Mehrfachstimmrechte).

Inhaltlich bleibt für Anleger vor allem der Ausblick entscheidend: Für 2026 nennt das Management verteidigungsbezogene Umsätze von 15 bis 16 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 18 bis 20 Prozent. Der Auftragsbestand soll bis Jahresende auf rund 135 Milliarden Euro anwachsen. Nach Angaben von Dow Jones Newswires wurden Analystenschätzungen in Reaktion auf diese Spanne neu justiert, da die implizierten Werte teils unter früheren Annahmen lagen.

Der nächste konkrete Prüfstein folgt bald: Am 11. März legt Rheinmetall die vollständigen Zahlen für 2025 samt detailliertem Ausblick für 2026 vor – dann wird sich zeigen, wie stark die jüngsten Auftragspakete und Zielgrößen bereits in den offiziellen Perspektiven verankert sind.

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