Der Augsburger Antriebsspezialist Renk steht im Zentrum einer möglichen industriepolitischen Überraschung beim deutsch-französischen Panzerprojekt MGCS. Das Main Ground Combat System soll langfristig den Leopard 2 ablösen und gilt als eines der wichtigsten europäischen Rüstungsprogramme der kommenden Jahrzehnte.

Beim Antriebssystem könnte ausgerechnet der langjährige Panzerzulieferer leer ausgehen. Stattdessen deutet sich eine Zusammenarbeit zwischen Rolls-Royce Power Systems und dem Automobilzulieferer ZF an.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?

Die Börse reagiert darauf zunächst gar nicht. Zum Ende der Woche ist die Aktie aber noch immer schwach. Sie fiel gestern um über 3 % auf nur weniger als 55 Euro. Schwach, wie gesagt.

Renk: Hier liegt ein Übel!

Für das Unternehmen wäre eine solche Entscheidung dennoch ein empfindlicher Rückschlag. Renk hat bislang bei nahezu allen westlichen Kampfpanzerprogrammen eine zentrale Rolle gespielt und seine hochspezialisierten Getriebesysteme geliefert.

Statt auf die bewährte Technik aus Augsburg könnte das Projektmanagement nun auf ein neues Industriekonsortium setzen. Rolls-Royce Power Systems würde dabei als Generalunternehmer auftreten, während der Automobilzulieferer ZF zentrale Komponenten für das Gesamtsystem liefert.

Die geplante Lösung geht deutlich über ein klassisches Panzergetriebe hinaus. Im Mittelpunkt steht eine kompakte Antriebseinheit mit integrierter Energieversorgung für moderne militärische Plattformen.

Der „Panzer der nächsten Generation“ benötigt deutlich mehr elektrische Leistung als bisherige Kampffahrzeuge. Moderne Sensorik, Kommunikationssysteme und mögliche Hochenergiewaffen stellen neue Anforderungen an die Bordelektronik.

Die vorgesehene Antriebslösung soll daher über eine integrierte Hochvolt-Generatorleistung verfügen. Dadurch kann die Elektronik dauerhaft versorgt werden, ohne dass der Hauptmotor permanent laufen muss.

Die mögliche Entscheidung deutet zugleich auf eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse innerhalb der europäischen Rüstungsindustrie hin. Die Kombination aus ziviler Großserienkompetenz von ZF und der militärischen Erfahrung von Rolls-Royce könnte für das Projektmanagement den Ausschlag gegeben haben.

Dabei ist die Aktie an sich in guter Lage oder hat zumindest Rückendeckung. Denn der Auftragsbestand erreichte ein neues Allzeithoch. Zum Jahresende summierten sich die Bestellungen auf rund 6,68 Milliarden Euro.

Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:

Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...