Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist für Online-Apotheken ein entscheidender Hebel – und genau hier bekommt Redcare Pharmacy in Deutschland Rückenwind. Neue Entwurfsregeln der zuständigen Digitalagentur gematik sprechen dafür, dass der digitale Ablauf bei E-Rezepten auch künftig reibungslos funktionieren kann. Das ist wichtig, weil es direkt die Nutzererfahrung und damit das Wachstum im E-Rezept-Geschäft berührt.

Gematik-Entwurf stützt digitalen E‑Rezept-Prozess

Redcare teilte am 26. Januar mit, dass die gematik-Entwurfspezifikationen für PoPP („Proof of Patient Presence“) im Anwendungsfall Fernbehandlung den bisherigen, durchgängig digitalen Einlöseprozess von E‑Rezepten über die Shop-Apotheke-App in Deutschland stützen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Redcare Pharmacy?

PoPP soll das bisherige Verfahren zur Kartenprüfung (VSDM++), auf dem Redcares CardLink-Lösung basiert, künftig ablösen. Laut Unternehmensangaben sehen die Entwürfe vor, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) und der Versicherungsstatus auch ohne PIN-Eingabe verifiziert werden können. Zusätzlich soll eine SMS-Verifikation der Mobilnummer nicht mehr nötig sein. Unterm Strich: weniger Reibung im Check-out – ein Punkt, an dem digitale Prozesse oft entscheiden.

Wichtig für den weiteren Ablauf: Stellungnahmen zu den Entwürfen sind bis zum 9. Februar 2026 möglich. Die finalen PoPP-Spezifikationen für Fernbehandlung erwartet das Unternehmen im 1. Quartal 2026.

Übergang mit Zeitpuffer – CardLink-Lizenz läuft bis 2027

Auch der Zeitplan gibt Planungssicherheit. Gematik plant die offizielle Einführung von PoPP Stufe 2 („Online Check-in“) aktuell für Ende 2026. Gleichzeitig bleibt Redcares CardLink-Lizenzverlängerung bis zum 31. Januar 2027 gültig. Damit entsteht ein klarer „Runway“ für einen gesteuerten Übergang, statt eines abrupten Systemwechsels.

Am Markt dürfte genau diese Kombination zählen: technische Weiterentwicklung – aber mit genügend Zeit, um Umstellung und Prozesse stabil zu halten.

Wachstum im E‑Rezept als Fundament

Die regulatorische Nachricht fällt nicht ins Leere. Bereits Anfang Januar hatte Redcare vorläufige Umsatzzahlen für 2025 veröffentlicht, die insbesondere im E‑Rezept-Umfeld Wachstum zeigen. In Deutschland legte der Rx-Umsatz 2025 auf 503 Mio. Euro zu (2024: 254 Mio. Euro) – nahezu eine Verdopplung. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 2,9 Mrd. Euro (2024: 2,4 Mrd. Euro).

Die wichtigsten Punkte aus den vorläufigen 2025er-Daten:

  • Umsatz 2025 gesamt: 2,9 Mrd. Euro (2024: 2,4 Mrd. Euro)
  • Umsatz Q4 2025: 794 Mio. Euro (Q4 2024: 675 Mio. Euro)
  • Deutschland Rx 2025: 503 Mio. Euro (2024: 254 Mio. Euro)
  • Aktive Kunden: 13,9 Mio. (+1,4 Mio. ggü. Vorjahr)
  • NPS Q4 2025: 74

Beim Kurs zeigt sich dennoch, wie angespannt die Lage zuletzt war: Mit 60,85 Euro notiert die Aktie in den vergangenen 30 Tagen deutlich schwächer, liegt aber knapp über dem jüngsten 52‑Wochentief.

Zum nächsten Fixpunkt im Kalender wird der 4. März 2026: Dann veröffentlicht Redcare den Geschäftsbericht 2025. Danach folgen die Hauptversammlung am 15. April und das Q1-Statement am 6. Mai 2026 – Termine, an denen sich zeigen dürfte, wie stark das E‑Rezept-Wachstum operativ weiter trägt.

Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 03. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...