Nach einem schmerzhaften Börsenjahr 2025, in dem sich der Aktienkurs fast halbierte, steht der Online-Apotheken-Spezialist vor neuen Herausforderungen. Pünktlich zum Jahreswechsel wächst der Druck nicht nur finanziell, sondern vor allem operativ: Der Drogerie-Riese dm greift das profitable Kerngeschäft direkt an und zwingt Redcare Pharmacy zur Verteidigung seiner Marktanteile.

Drogerie-Riese wildert im Kerngeschäft

Die Wettbewerbssituation hat sich seit Mitte Dezember spürbar verschärft. Mit dem Start der Plattform „dm-med“ drängt dm-drogerie markt aggressiv in den Online-Handel mit Medikamenten. Aus einem Logistikzentrum in Tschechien versendet der Einzelhandelsriese nun rund 2.500 rezeptfreie Produkte direkt an deutsche Kunden.

Für Redcare ist dieser Schritt brisant: Das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten (OTC) ist eine zentrale Ertragssäule des Unternehmens. Marktbeobachter sehen in der enormen Markenbekanntheit und der breiten Kundenbasis von dm eine ernstzunehmende Bedrohung für die etablierten Online-Apotheken.

Hoffnungsträger E-Rezept

Das Redcare-Management reagiert mit einer Flucht nach vorn. Neben der Inbetriebnahme eines eigenen neuen Logistikzentrums und beschleunigten Lieferzeiten nach Süddeutschland liegt der strategische Fokus nun verstärkt auf rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx). In diesem Segment ist der neue Konkurrent dm nicht aktiv.

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Die Zahlen des dritten Quartals unterstreichen diese Strategie: Der Rx-Umsatz sprang um über 42 Prozent auf 272 Millionen Euro. Redcare setzt darauf, dass dieses Wachstum stark genug ist, um mögliche Einbußen im umkämpften OTC-Geschäft auszugleichen. Dennoch belastet die Unsicherheit den Aktienkurs, der mit aktuell rund 67 Euro weit vom 52-Wochen-Hoch bei über 138 Euro entfernt notiert.

Finanzielle Altlasten bereinigt

Auf der Kapitalseite schafft das Unternehmen derweil Klarheit. Am 21. Januar 2026 wird eine Abschlusszahlung von 64,5 Millionen Euro fällig, um verbleibende Anteile einer Wandelanleihe zu tilgen. Dieser Schritt markiert das Ende einer umfassenden Neustrukturierung der Verbindlichkeiten, durch die die Fälligkeiten größtenteils bis ins Jahr 2032 verlängert wurden. Trotz des anstehenden Mittelabflusses bleibt die Liquiditätsposition mit zuletzt über 265 Millionen Euro solide, was dem Konzern im Preiskampf den nötigen Spielraum verschafft.

Investoren richten den Blick nun auf den 4. März 2026. An diesem Datum präsentiert Redcare die Jahreszahlen und den Ausblick auf das laufende Jahr. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die zuletzt knappe bereinigte EBITDA-Marge von 2,4 Prozent trotz der neuen Konkurrenzsituation verteidigt werden kann.

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