Redcare Pharmacy startet unter erheblichem Druck in das Jahr 2026. Die Aktie des MDAX-Konzerns hat in den vergangenen zwölf Monaten rund die Hälfte ihres Wertes eingebüßt und notiert gefährlich nahe an der Marke von 65 Euro. Das Management sieht sich mit einer Zangenbewegung konfrontiert: Während im Januar eine Millionen-Zahlung fällig wird, bläst Drogerie-Riese dm zum Angriff auf das Kerngeschäft.

64,5 Millionen Euro werden fällig

Ein entscheidender finanzieller Meilenstein steht unmittelbar bevor. Am 21. Januar 2026 muss die Online-Apotheke eine Abschlusszahlung von 64,5 Millionen Euro leisten. Damit wird die Refinanzierung der alten Wandelanleihen finalisiert, die das Unternehmen über das Jahr 2025 hinweg beschäftigt hat.

Durch den Rückkauf von Anleihen im Wert von fast 158 Millionen Euro und die Platzierung neuer Papiere mit Laufzeit bis 2032 hat sich Redcare finanziell Luft verschafft. Die Liquiditätssituation wirkt trotz der anstehenden Überweisung solide: Zum 30. September 2025 verfügte der Konzern über liquide Mittel von 265,6 Millionen Euro – ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Jahresende 2024. Dieses Polster sichert die operative Handlungsfähigkeit.

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Neuer Konkurrent dm greift an

Weitaus kritischer für die langfristige Perspektive ist die verschärfte Wettbewerbssituation. Am 16. Dezember startete dm-drogerie markt seine Plattform „dm-med“ und attackiert damit direkt das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Der Versand erfolgt strategisch aus Tschechien, was die Kostenstruktur von Redcare unter Druck setzt.

Redcare reagierte bereits defensiv mit der Eröffnung eines neuen Logistikzentrums im tschechischen Pilsen und setzt verstärkt auf das Segment rezeptpflichtiger Medikamente, in dem dm nicht aktiv ist. Dennoch fürchten Marktbeobachter, dass ein Preiskampf die ohnehin dünne bereinigte EBITDA-Marge von zuletzt 2,4 Prozent weiter erodieren könnte.

Analysten uneins, Leerverkäufer aktiv

Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander. Während die UBS mit einem Kursziel von 74 Euro und der Einstufung „Neutral“ skeptisch bleibt, sieht die Deutsche Bank mit 214 Euro massives Aufwärtspotenzial. Dass Zweifel am Geschäftsmodell bestehen, zeigt die hohe Leerverkaufsquote: Knapp 14 Prozent der Aktien sind leerverkauft.

Der nächste wichtige Impuls wird am 4. März 2026 erwartet, wenn Redcare den Geschäftsbericht für 2025 vorlegt. Anleger werden hier genau prüfen, ob die neue Konkurrenzsituation die Prognose für das laufende Jahr belastet. Bis dahin entscheidet vor allem die technische Unterstützung am 52-Wochen-Tief bei 59,45 Euro über die kurzfristige Kursrichtung.

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