Redcare Pharmacy Aktie: Millionen-Zahlung
Redcare Pharmacy startet mit einer bedeutenden finanziellen Transaktion in das Börsenjahr 2026. Am 21. Januar werden 64,5 Millionen Euro fällig, um eine alte Wandelanleihe final abzulösen. Während das Unternehmen damit seine Bilanzstruktur ordnet, wächst der Wettbewerbsdruck durch den Markteintritt der Drogeriekette dm massiv. Kann sich der MDAX-Konzern nach dem Kursrutsch von rund 50 Prozent im Vorjahr gegen die neue Konkurrenz behaupten?
Abschluss der Refinanzierung
Die anstehende Zahlung am 21. Januar 2026 markiert das Ende einer umfangreichen Umstrukturierung der Verbindlichkeiten. Wie das Unternehmen bestätigte, machten Gläubiger von ihrem Kündigungsrecht für die ursprüngliche, 2021 begebene Wandelanleihe Gebrauch.
Das Management hatte die Schuldenstruktur bereits im Verlauf des Jahres 2025 aktiv neu geordnet:
* Rückkauf: Im April 2025 wurden Anteile der alten Anleihe im Wert von 157,9 Millionen Euro zurückerworben.
* Neuemission: Gleichzeitig begab Redcare neue Wandelanleihen über 300 Millionen Euro mit Fälligkeit 2032.
* Restbestand: Nach der Januar-Zahlung verbleiben lediglich 2,6 Millionen Euro der ursprünglichen Anleihe im Feuer.
Durch diese Maßnahmen verlängert sich das Fälligkeitsprofil der Schulden faktisch um sechs Jahre, was dem Unternehmen bis 2032 mehr finanziellen Spielraum verschafft.
Solide Liquiditätspolster
Trotz der hohen Summe scheint die Zahlung die Kassen des Unternehmens nicht übermäßig zu belasten. Zum Stichtag 30. September 2025 wies Redcare liquide Mittel und kurzfristige Geldanlagen von 265,6 Millionen Euro aus. Im Vergleich zum Jahresende 2024 entspricht dies einer Steigerung der Nettoliquidität um fast 50 Prozent. Dieses Polster deckt den Mittelabfluss im Januar ab und erhält die operative Handlungsfähigkeit für strategische Investitionen.
Kampf um Marktanteile
Diese finanzielle Bereinigung erfolgt in einer kritischen Phase. Am 16. Dezember 2025 startete dm-drogerie markt seine Online-Plattform "dm-med" und greift damit direkt das Kerngeschäft von Redcare mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) an.
Redcare reagierte bereits strategisch auf diese Bedrohung:
* Inbetriebnahme eines neuen Hochleistungs-Logistikzentrums in Tschechien am 11. Dezember 2025.
* Fokus auf beschleunigte Lieferzeiten nach Österreich und Süddeutschland.
* Stärkere Differenzierung über das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx), in dem dm nicht aktiv ist.
Analysten uneins über Kursverlauf
Die Aktie gehörte 2025 zu den schwächsten Werten im MDAX und notierte zum Jahreswechsel nahe 65 Euro – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 138,40 Euro. Die Marktbeobachter sind sich über die weiteren Aussichten uneinig: Während die UBS mit einem Kursziel von 74 Euro und der Einstufung "Neutral" skeptisch bleibt, sieht die Deutsche Bank mit einem Ziel von 214 Euro ("Buy") enormes Potenzial. Diese Diskrepanz spiegelt die Unsicherheit darüber wider, wie erfolgreich Redcare seine Marktanteile gegen die neue Konkurrenz verteidigen kann.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 4. März 2026. An diesem Tag veröffentlicht Redcare den Geschäftsbericht für 2025 sowie den Ausblick für das laufende Jahr, was weitere Klarheit über die Margenentwicklung im verschärften Wettbewerbsumfeld bringen dürfte.
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