Realty Income hat sich frisches Kapital gesichert — und das zu Konditionen, die am freien Markt kaum zu erreichen gewesen wären. Der Clou: Die Finanzierung läuft über eine Struktur, die eigentlich aus der Welt der Kommunalanleihen stammt.

Wie die Konstruktion funktioniert

Am 23. März schloss Realty Income ein unbesichertes Termindarlehen über 694 Millionen US-Dollar mit einer Goldman-Sachs-Tochter ab, fällig im Januar 2036. Der nominale Festzinssatz liegt bei 4,91 Prozent. Durch einen Cross-Currency-Swap — 500 Millionen Dollar wurden gegen rund 431 Millionen Euro getauscht — sinkt der effektive Mischzinssatz auf 4,34 Prozent.

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Das Konstrukt dahinter ist ungewöhnlich: San Diego Community Power, der zweitgrößte kommunale Energieversorger Kaliforniens mit knapp einer Million Kunden, emittierte Kommunalanleihen und nutzte die Erlöse, um Stromlieferungen vorzubezahlen. Die Empfängergesellschaft, eine Goldman-Sachs-Tochter namens Aron Energy Prepay 60 LLC, reicht einen Teil dieser Mittel als Darlehen an Realty Income weiter.

Klar abgegrenzte Risiken

Wichtig für Anleger: Realty Income haftet nicht für die Kommunalanleihen, erhält keine Steuervorteile daraus und trägt keinerlei Risiko aus dem Strommarkt. Das Unternehmen leistet lediglich feste monatliche Zahlungen auf das Termindarlehen — eine bilaterale Vereinbarung, die gleichrangig mit den übrigen unbesicherten Verbindlichkeiten des Konzerns eingestuft ist.

Die Transaktion reiht sich in eine aktivere Kapitalmarktstrategie ein. Bereits Anfang März kündigte Realty Income eine strategische Partnerschaft mit Apollo an. Für 2025 wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,06 Milliarden Dollar und einen AFFO je Aktie von 4,28 Dollar aus, bei einer Auslastungsquote von 98,9 Prozent. Die jährliche Dividende wurde zuletzt auf 3,246 Dollar angehoben — die 134. Erhöhung in Folge.

Mit Währungsswaps, privaten Joint Ventures und nun einer kommunalanleihenbasierten Struktur baut Realty Income seine Finanzierungsquellen systematisch aus — mit dem erklärten Ziel, die Kapitalkosten für geplante Investitionen 2026 weiter zu senken.

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