Während die Halbleiterbranche von massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz profitiert, steht Rambus vor einer Phase des Umbruchs. Große Vermögensverwalter positionieren sich derzeit neu, während das Unternehmen gleichzeitig einen Wechsel in der Finanzführung und kurzfristige Lieferkettenprobleme bewältigt. Anleger blicken nun gespannt auf die Balance zwischen langfristigem Marktpotenzial und operativen Hürden im laufenden Quartal.

Institutionelle Anleger uneins

Jüngste Meldungen zeigen ein geteiltes Bild bei institutionellen Investoren, die insgesamt rund 88,5 Prozent der Anteile halten. Während der Branchenriese Vanguard seine Position zuletzt leicht ausbaute und nun fast 12 Prozent des Unternehmens kontrolliert, reduzierte JPMorgan Chase seine Beteiligung deutlich um knapp 20 Prozent. Dieser Rückzug fällt in eine Zeit, in der das Marktumfeld für Chips zwar robust ist, Rambus selbst jedoch signifikante interne Weichenstellungen vornimmt.

Trotz eines starken Abschlusses des vergangenen Geschäftsjahres – der Umsatz im vierten Quartal übertraf mit 190,24 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Analysten – trüben kurzfristige Faktoren die Aussicht. Der scheidende Finanzchef Desmond Lynch warnte vor vorübergehenden Störungen in der Lieferkette. Diese dürften das Ergebnis im ersten Quartal 2026 mit einem Betrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich belasten.

Führung im Wandel

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Parallel zum operativen Tagesgeschäft ordnet Rambus seine Führungsebene neu. Ende Februar übernimmt John Allen interimistisch den Posten des Finanzchefs, während mit Victor Peng ein erfahrener Branchenexperte das Board of Directors verstärkt. Dieser Umbau findet vor dem Hintergrund eines boomenden Gesamtmarktes statt: Marktbeobachter rechnen für 2026 mit Investitionen der großen Cloud-Anbieter in Höhe von bis zu 700 Milliarden US-Dollar, was die Nachfrage nach Halbleiter-Infrastruktur fundamental stützen sollte.

An der Börse spiegelt sich die aktuelle Übergangsphase in einer erhöhten Volatilität wider. Nachdem die Aktie im Januar noch ein 52-Wochen-Hoch bei 107,75 Euro markierte, pendelte sie sich zuletzt nach einem schwächeren Monatsverlauf von minus 19 Prozent wieder nahe ihres 50-Tage-Durchschnitts ein.

Die Analystenzunft bleibt mit einem durchschnittlichen Rating von „Moderate Buy“ und einem Kursziel von 105,71 US-Dollar überwiegend konstruktiv gestimmt. Entscheidend für die kommenden Monate wird sein, wie reibungslos der Führungswechsel verläuft und ob die Lieferkettenprobleme, wie prognostiziert, tatsächlich nur temporärer Natur bleiben. Am 28. Februar endet die Amtszeit des aktuellen Finanzchefs, was den offiziellen Startschuss für die neue Interimsführung markiert.

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