Die Hoffnung war groß, die Ernüchterung folgt nun auf dem Fuß: QuantumScape, der von Volkswagen unterstützte Entwickler von Feststoffbatterien, gerät zunehmend unter Druck. Gleich mehrere Wall-Street-Analysten haben ihre Einschätzung zur Aktie nach unten korrigiert. Der Grund? Zweifel an der Bewertung und Sorgen über die verzögerte Kommerzialisierung der vielversprechenden Technologie. Was bedeutet das für Anleger, die auf den großen Durchbruch gehofft hatten?

Analysten werden skeptisch

Innerhalb weniger Tage drehte die Stimmung: Am 24. November 2025 stufte Evercore ISI-Analyst Chris McNally die Aktie von "Buy" auf "In-Line" (Hold) herunter – trotz einer Anhebung des Kursziels von 8 auf 12 US-Dollar. McNallys Begründung: Die Feststoffbatterie-Technologie von QuantumScape sei zwar weiterhin vielversprechend und der Konkurrenz voraus, doch der aktuelle Aktienkurs reflektiere bereits optimistische Annahmen über künftige Großdeals mit mehreren Automobilherstellern.

Bereits eine Woche zuvor, am 19. November, hatte die HSBC das Rating von "Hold" auf "Reduce" gesenkt – obwohl die Bank gleichzeitig das Kursziel deutlich von 5,30 auf 10,50 US-Dollar anhob. Laut TipRanks-Daten vom 28. November lautet der Konsens nun "Moderate Sell" – basierend auf fünf Hold- und zwei Sell-Ratings. Das durchschnittliche Kursziel von 11,17 US-Dollar liegt rund 7,5 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Die Spannbreite der Schätzungen reicht von 2,50 bis 16 US-Dollar – ein Zeichen für massive Unsicherheit.

Fortschritte in Japan – doch reicht das?

Derweil präsentierte sich QuantumScape auf seinem zweiten jährlichen Solid-State Battery Symposium in Kyoto am 20. November 2025 selbstbewusst. Mit dabei: hochrangige Vertreter der japanischen Regierung, von Nissan, Honda und Murata Manufacturing. Hiroki Aoki, Direktor der Battery Industry Division beim japanischen Wirtschaftsministerium (METI), unterstrich die strategische Bedeutung der Technologie: "Die japanische Regierung hat die 'Battery Industry Strategy' formuliert, die bis etwa 2030 die vollständige praktische Anwendung von Feststoffbatterien anstrebt."

Die Veranstaltung untermauert QuantumScapes wachsende Präsenz im japanischen Markt und das sich ausweitende Partnernetzwerk. Doch Investoren fragen sich: Wann wird daraus echtes Geschäft?

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Q3-Zahlen: Erste Umsätze, aber keine Entwarnung

Die Ergebnisse des dritten Quartals 2025 zeigten immerhin Fortschritte: Erstmals verzeichnete QuantumScape Kundenerlöse in Höhe von 12,8 Millionen US-Dollar. Die operativen Kosten wurden auf 115 Millionen US-Dollar gesenkt, und mit einer Liquidität von rund einer Milliarde US-Dollar verfügt das Unternehmen über eine Reichweite von knapp 26 Monaten. Der Verlust je Aktie lag bei -0,18 US-Dollar und entsprach damit den Erwartungen. Zudem begann die Auslieferung von B1-Musterproben der QSE-5-Zellen – ein wichtiger Meilenstein.

TD Cowen-Analyst Gabriel Daoud hob daraufhin sein Kursziel drastisch von 5 auf 16 US-Dollar an und verwies auf bessere Sichtbarkeit bei den Kommerzialisierungsplänen sowie eine vertiefte Zusammenarbeit mit einem großen globalen Autobauer. Dennoch bleibt er vorsichtig und behält sein Hold-Rating bei.

Bewertung: Zu hoch für die Realität?

Trotz beeindruckender Kursgewinne von über 128 Prozent seit Jahresbeginn bleibt die zentrale Frage: Rechtfertigt die Marktkapitalisierung von rund 7,1 Milliarden US-Dollar die aktuelle Lage? Das Unternehmen erwirtschaftet bislang keine nennenswerten Umsätze und dürfte noch Jahre von der Profitabilität entfernt sein. Für viele Analysten sind die hohen Erwartungen, die im Kurs bereits eingepreist scheinen, nicht mehr gerechtfertigt – zumindest nicht, solange konkrete Großaufträge ausbleiben. Die Anleger stehen vor der Frage: Ist QuantumScape ein visionärer Zukunftschampion – oder eine überbewertete Wette auf eine Technologie, die noch nicht marktreif ist?

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