Ist der tiefe Fall des Sportartikelherstellers endlich gestoppt? Nach einer monatelangen Talfahrt sorgt ein Bloomberg-Bericht für eine schlagartige Trendwende und lässt die Gerüchteküche in Herzogenaurach überkochen. Chinesische Branchenriesen sollen ein Auge auf das Unternehmen geworfen haben – doch ist an den Spekulationen wirklich etwas dran oder droht Anlegern nach der jüngsten Euphorie die nächste bittere Enttäuschung?

Chinesische Giganten in Lauerstellung

Auslöser für die plötzliche Kursexplosion sind Berichte, wonach mehrere chinesische Schwergewichte eine Übernahme von Puma prüfen. Insbesondere Anta Sports und Li Ning werden als potenzielle Bieter gehandelt. Für Anta Sports, die bereits die Muttergesellschaft von Marken wie Salomon und Arc'teryx besitzen, wäre dies ein strategischer Paukenschlag, um Marktanteile in Europa und den USA massiv auszubauen.

Die Reaktion des Marktes glich einem Befreiungsschlag. Nachdem das Papier erst am 20. November bei 15,48 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markierte, katapultierten die Käufer den Kurs bis zum Wochenende um satte 26,67 Prozent nach oben auf nun glatte 20,00 Euro. Doch Vorsicht ist geboten: Nicht jeder Name, der durch das Parkett geistert, hat wirkliches Interesse. So musste der japanische Konkurrent ASICS Berichte über eigene Kaufabsichten am Freitag bereits offiziell dementieren.

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Die aktuelle Gemengelage lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Interessenten: Anta Sports und Li Ning gelten laut Bloomberg als mögliche Käufer, eventuell unter Einbindung von Private-Equity-Partnern.
  • Der Status: Es handelt sich um Frühphasen-Sondierungen; ein offizielles Angebot liegt noch nicht auf dem Tisch.
  • Das Risiko: Ohne Übernahmeangebot fällt der Fokus zurück auf die schwachen Fundamentaldaten.

Analysten warnen vor Überhitzung

Trotz der massiven Kursgewinne bleiben Experten skeptisch. Die DZ Bank reagierte zwar auf die neuen Entwicklungen und hob den fairen Wert auf 19,80 Euro an, beließ die Einstufung jedoch auf „Halten“. Das Problem liegt auf der Hand: Der fundamentale Sanierungsfall Puma – geprägt von schwacher Nachfrage und hohen Lagerbeständen – ist durch die Gerüchte nicht verschwunden.

Ein Blick auf die technischen Indikatoren mahnt ebenfalls zur Besonnenheit. Mit einem RSI von 73,2 ist die Aktie kurzfristig überkauft. Zudem liegen die Papiere trotz der jüngsten Rallye seit Jahresanfang immer noch 54,61 Prozent im Minus. Die aktuelle Bewertung preist also bereits eine erhebliche Übernahmeprämie ein, die bei einem Dementi aus China sofort wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen könnte.

Der kommende Handelsstart dürfte nichts für schwache Nerven werden. Solange keine offizielle Bestätigung vorliegt, bleibt die Aktie ein Spielball der Spekulanten. Anleger stehen vor einer binären Wette: Folgt ein konkretes Angebot, sind deutlich höhere Kurse denkbar – verpuffen die Gerüchte, droht der schnelle Rückfall auf die Jahrestiefs.

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