Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports hat ein Kaufangebot für das 29-Prozent-Paket der französischen Gründerfamilie Pinault vorgelegt. Doch die Verhandlungen stocken – und zwar massiv. Die Preisvorstellungen liegen meilenweit auseinander: Während die Aktie bei knapp 24 Euro notiert, fordert die Artemis-Holding über 40 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von fast 70 Prozent.

Die wichtigsten Fakten:
- Anta Sports hat konkretes Kaufangebot für 29%-Paket vorgelegt
- Finanzierung steht bereit, aber Preisgespräche festgefahren
- Artemis fordert >40 Euro, aktueller Kurs: 23,95 Euro
- Aktie reagierte mit Kurssprung von zeitweise 9 Prozent
- Familie Pinault signalisiert seit Längerem Verkaufsbereitschaft

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Für Anta, die 2019 bereits Amer Sports (Salomon, Atomic) integrierten, wäre Puma der Schlüssel zur globalen Expansion im Lifestyle- und Fußballgeschäft. Die Chinesen haben sich die Finanzierung gesichert, doch an der Preisfrage droht das Vorhaben zu scheitern.

Analysten bleiben skeptisch

Die kanadische Bank RBC ließ sich von der Übernahmefantasie nicht mitreißen. Analyst Piral Dadhania bestätigte am 8. Januar sein "Sector Perform"-Rating mit Kursziel 20 Euro. Ein Verkauf des Pakets sei zwar strategisch sinnvoll, die operative Wende brauche aber Zeit.

Parallel treibt Puma den internen Umbau voran. Seit Jahresbeginn führt Nadia Kokni als neue Vice President Global Brand Marketing die Marketingoffensive an. Die Ex-Hugo-Boss-Managerin soll die zuletzt schwächelnde Markenbegehrlichkeit wieder entfachen. Zudem wechselt das McLaren F1 Team zur Saison 2026 von Castore zu Puma – ein Coup, der die Präsenz im boomenden Motorsport-Sektor stärkt.

Familie Pinault will raus

Die Artemis-Holding signalisiert seit Längerem Verkaufsbereitschaft. Bereits 2018 hatte der Luxusgüterkonzern Kering den Großteil seiner Puma-Anteile per Spin-off an die Aktionäre weitergereicht. Ein Verkauf des verbliebenen 29-Prozent-Pakets an Anta würde den endgültigen Exit der französischen Unternehmerfamilie markieren.

Der Kontext macht den Deal kompliziert: Puma hat auf Jahressicht rund die Hälfte seiner Marktkapitalisierung eingebüßt und kämpft gegen die übermächtige Konkurrenz von Adidas sowie aufstrebende Marken wie Hoka und On Running. Die Diskrepanz zwischen aktuellem Kurs und Verkäuferforderung zeigt, dass der Markt nicht an eine schnelle Einigung glaubt.

Charttechnik mit klaren Marken

Die Aktie fand zuletzt bei 20 Euro einen Boden, wo auch der 50-Tage-Durchschnitt verläuft. Der massive Widerstand liegt nun im Bereich von 25 Euro. Ein Ausbruch darüber wäre ein starkes technisches Signal. Puma bleibt zudem ein beliebtes Ziel für Leerverkäufer, was bei positiven News zu schnellen Eindeckungskäufen führen kann.

Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 werden Ende Februar erwartet. Bis dahin bleibt der Kurs primär von den M&A-Spekulationen getrieben. Scheitert der Deal an den Preisforderungen, droht ein Rückfall auf die 20-Euro-Marke. Kommt Anta den Verkäufern entgegen, würde das die gesamte Bewertung auf neue Füße stellen.

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