Der Sportartikelhersteller Puma verlangt seinen Anlegern im laufenden Übergangsjahr 2026 einiges ab. Während das Management einen operativen Verlust einkalkuliert und die Dividende streicht, sorgt der Einstieg eines prominenten britischen Investors für Fantasie am Markt. Die Neuausrichtung hin zu mehr Exklusivität fordert kurzfristig ihren finanziellen Tribut.

Teurer Umbau belastet die Bilanz

Nach einem schwachen Vorjahr hat die Führungsebene 2026 als klares Übergangsjahr definiert. Ziel ist es, die Marke bis 2027 wieder unter den globalen Top 3 zu etablieren. Dafür reduziert das Unternehmen Rabattaktionen im Direktvertrieb und bereinigt das Großhandelsnetzwerk. Diese Maßnahmen hinterlassen deutliche Spuren in den Büchern. Währungsbereinigt rechnet Puma mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, wobei besonders das Nordamerika-Geschäft schwächelt.

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Das erwartete operative Ergebnis (EBIT) fällt mit -50 bis -150 Millionen Euro negativ aus. In dieser Spanne sind bereits Einmalkosten für das laufende Effizienzprogramm enthalten. Um die Liquidität für den Konzernumbau zu schonen, schlägt das Management für die Hauptversammlung im Mai eine Nullrunde vor. Die Dividende, die im Vorjahr noch bei 0,61 Euro lag, wird komplett gestrichen. Die einbehaltenen Mittel fließen stattdessen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Allein für das laufende Jahr sind Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro eingeplant.

Strategische Käufer positionieren sich

Trotz der trüben kurzfristigen Aussichten greifen Großinvestoren zu. Der britische Investor Michael Ashley hat über seine Frasers Group einen Anteil von 5,8 Prozent an Puma aufgebaut. Zusammen mit dem chinesischen Sportartikelriesen Anta, der bereits 29 Prozent der Anteile hält, verändert sich die Aktionärsstruktur spürbar. Marktbeobachter werten diese Einstiege als mögliches Zeichen für eine aktivere Einflussnahme auf die Unternehmensstrategie oder eine mittelfristige Konsolidierung im Sektor.

Die Aktie spiegelt den schwierigen Spagat des Unternehmens wider und notiert auf Jahressicht rund 9 Prozent im Minus bei aktuell 21,69 Euro. Ein erfolgreicher Turnaround hängt nun maßgeblich an den Lagerbeständen. Ein planmäßiger Abbau der Vorräte auf ein Normalniveau bis zum Jahresende gilt als zwingende Voraussetzung, um die angestrebten Margenverbesserungen für 2027 überhaupt realisieren zu können.

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