Agfa-Gevaert steckt mitten in einer Phase des Umbruchs. Während das klassische Geschäft mit Radiologie-Lösungen schwächelt, treiben der Digitaldruck und IT-Lösungen für das Gesundheitswesen das Unternehmen voran. Die nun veröffentlichten Zahlen für das Gesamtjahr 2025 spiegeln diesen harten Transformationsprozess wider.

Der Konzernumsatz sank im abgelaufenen Jahr um 4,5 Prozent auf 1,086 Milliarden Euro. Hinter dieser Zahl verbirgt sich jedoch eine zweigeteilte Geschäftsentwicklung. Die Sparte Digital Print & Chemicals erwies sich mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent als wichtigster Wachstumsmotor. Besonders im vierten Quartal zog das Tempo hier mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent deutlich an, was das bereinigte EBITDA der Sparte auf 42,3 Millionen Euro hob.

Im krassen Gegensatz dazu steht die Radiologie-Sparte. Hier brach der Umsatz um über 17 Prozent ein, was zu einem operativen Verlust von 9,1 Millionen Euro führte. Stabilisierend wirkte hingegen der Bereich HealthCare IT: Ein deutliches Plus beim Auftragseingang von 14 Prozent auf 187 Millionen Euro zeigt, dass die Nachfrage nach Softwarelösungen – insbesondere Cloud-basierten Systemen – intakt ist.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Agfa-Gevaert?

Reicht die Wachstumsdynamik im Digitaldruck und der Software-Sparte aus, um die strukturellen Probleme in der Radiologie dauerhaft aufzufangen? Marktbeobachter blicken hierbei vor allem auf die Kostenstruktur der schwächelnden Segmente. Zudem muss sich zeigen, ob die Cloud-Lösungen in der IT-Sparte die nötigen Margen liefern, um das Konzernergebnis nachhaltig zu stützen.

Fokus auf Profitabilität und Cashflow

Trotz der Umsatzrückgänge in Teilbereichen gelang es Agfa-Gevaert, die operative Profitabilität im letzten Quartal des Jahres zu steigern. Das bereinigte EBITDA kletterte in Q4 auf 39 Millionen Euro. Auf Jahressicht blieb das Ergebnis mit 59 Millionen Euro allerdings hinter dem Vorjahreswert von 70 Millionen Euro zurück.

Die Aktie reagierte kaum auf die Nachrichten und notiert mit 0,46 Euro weiterhin in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 7,4 Prozent. Dennoch gibt es einen Lichtblick in der Bilanz: Das Unternehmen generierte im Gesamtjahr einen freien Cashflow von 35 Millionen Euro. Dies ermöglichte es dem Management, die Nettoverschuldung auf 21 Millionen Euro zu senken.

Die seit dem 1. Januar 2026 geltende neue Organisationsstruktur soll nun helfen, die strategische Fokussierung zu schärfen. Das Management setzt darauf, den positiven Cashflow-Trend des vierten Quartals zu verstetigen und die Abhängigkeit von den schwächelnden Altgeschäften weiter zu reduzieren.

Agfa-Gevaert-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Agfa-Gevaert-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:

Die neusten Agfa-Gevaert-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Agfa-Gevaert-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Agfa-Gevaert: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...