Porsche AG Aktie: Positiver Aufbruch!
Mit dem Amtsantritt von Michael Leiters an der Spitze der Porsche AG und einer bestätigten Kaufempfehlung durch JPMorgan startet der Sportwagenhersteller mit klaren Signalen ins neue Jahr. Während der Kapitalmarkt auf die ersten Entscheidungen des neuen CEO wartet, bleibt der Kursverlauf bislang verhalten. Entscheidend wird nun, ob Führung und Strategie die zuletzt schwächere Performance der Aktie wieder drehen können.
Führungswechsel und JPMorgan-Einschätzung
Zum Jahreswechsel hat Michael Leiters die Nachfolge von Oliver Blume als Vorstandsvorsitzender angetreten. Anders als sein Vorgänger, der parallel auch den Volkswagen-Konzern führte, steht nun ein Vollzeit-CEO ausschließlich für Porsche zur Verfügung. Der promovierte Maschinenbauer bringt Führungserfahrung aus leitenden Rollen bei Ferrari und McLaren mit und soll die technologische Ausrichtung der Marke schärfen.
Leiters betonte zum offiziellen Amtsantritt am Montag über LinkedIn die Bedeutung seiner neuen Aufgabe und sprach von der „spannendsten Rolle in der gesamten Automobilbranche“. Inhaltlich geht es vor allem darum, die Balance zwischen Elektrifizierung und dem traditionell starken Verbrennergeschäft neu auszutarieren.
Parallel dazu bekräftigte JPMorgan am Montag seine positive Einschätzung:
- Einstufung: „Overweight“ bestätigt
- Kursziel: 58 Euro unverändert
- Begründung: Premium-Hersteller werden 2026 gegenüber Volumenanbietern favorisiert, vor allem wegen höherer Preissetzungsmacht
Gerade nach einem schwankungsreichen Vorjahr ist dieses Votum ein wichtiges Signal für institutionelle Investoren, die auf Stabilisierung und planbare Erträge setzen.
Trotz der positiven Nachrichten gab die Aktie zum Wochenauftakt im Xetra-Handel leicht nach. Gestern schloss der Titel bei 46,69 Euro. Händler verwiesen auf ein insgesamt vorsichtiges Sentiment im Autosektor und Gewinnmitnahmen nach der leichten Erholung Ende Dezember.
Strategische Themen und Verkaufsspekulationen
Mit dem CEO-Wechsel verbindet der Markt die Erwartung, dass operative Problemfelder konsequenter adressiert werden. Im Fokus stehen dabei vor allem:
- das schwächere China-Geschäft
- die Einführung neuer Modelle, insbesondere des elektrischen Macan
Zudem halten sich Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Beteiligung am Hypercar-Joint-Venture Bugatti Rimac. Medienberichte vom Jahresende, die zum Wochenauftakt erneut aufgegriffen wurden, deuten darauf hin, dass Porsche einen Ausstieg prüft, um zusätzliche Mittel für die eigene Transformation zu mobilisieren. Ein solcher Schritt könnte die Bilanz spürbar stärken, ist vom Unternehmen bislang aber nicht bestätigt.
Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun darauf, ob Leiters am bisherigen, stark auf Elektromobilität ausgelegten Kurs festhält oder die Laufzeit margenstarker Verbrenner-Modelle wie dem Cayenne verlängert, um Profitabilität abzusichern. Genau hier dürfte sich entscheiden, wie der Kapitalmarkt die neue Ära an der Spitze bewertet.
Charttechnik und Marktlage
Charttechnisch bewegt sich die Aktie aktuell in einer Konsolidierungsphase. Nach den Abschlägen der vergangenen zwölf Monate – der Kurs liegt rund 21 % unter dem Vorjahresniveau – sucht der Titel nach einer stabilen Basis. Positiv fällt auf, dass die Notierung leicht über wichtigen Durchschnittslinien liegt: Der Schlusskurs von 46,69 Euro befindet sich über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt (45,63 bzw. 44,30 Euro).
Wesentliche technische Kennpunkte:
- 52-Wochen-Hoch: 63,06 Euro (Abstand rund -26 %)
- 52-Wochen-Tief: 39,81 Euro (Abstand rund +17 %)
- RSI (14 Tage): 35,2 – noch kein klarer Überverkauft-Bereich, aber eher im unteren Neutralbereich
- 30-Tage-Volatilität (annualisiert): 23,34 % – moderat, aber spürbare Schwankungen
Auf der Oberseite gilt weiterhin der Bereich um 48 Euro als erste relevante Hürde, deren Überwindung ein technisches Aufwärtssignal liefern würde. Nach unten bildet die Zone um 45 Euro eine zentrale Unterstützungsmarke, deren Verteidigung für ein stabiles Bild wichtig bleibt.
Konkreter Ausblick
Kurzfristig hängt vieles davon ab, welche Schwerpunkte Michael Leiters in den nächsten Wochen setzt und ob das Management Klarheit über den möglichen Umgang mit Bugatti Rimac schafft. Ebenfalls wichtig werden die kommenden Quartalszahlen, in denen sich zeigen muss, ob die von JPMorgan erwartete Stärke des Premiumsegments tatsächlich in den Auftragsbüchern ankommt.
Gelingt es, die Profitabilität im Kerngeschäft zu sichern und gleichzeitig die Modelloffensive – insbesondere beim elektrischen Macan – glaubwürdig voranzutreiben, könnten sowohl die fundamentale Bewertung als auch die technische Lage der Aktie wieder Rückenwind erhalten.
Porsche AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche AG-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Porsche AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Porsche AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








