Der Stuttgarter Sportwagenbauer steht vor einer Bewährungsprobe. Ein deutlicher Absatzrückgang im Geschäftsjahr 2025 und ein massiver Einbruch im China-Geschäft belasten die Stimmung, während sich Leerverkäufer gegen das Unternehmen positionieren. Investoren fragen sich: Kann der steigende Elektrifizierungsanteil die fundamentale Schwäche in den Kernmärkten kompensieren?

  • Absatzrückgang: Weltweite Auslieferungen sinken 2025 um zehn Prozent auf 279.449 Fahrzeuge.
  • China-Krise: Der wichtigste Einzelmarkt bricht um 26 Prozent ein.
  • Gegenwind: Hedgefonds AQR eröffnet Leerverkaufsposition.
  • Kursentwicklung: Die Aktie verlor auf 12-Monats-Sicht 30,90 Prozent an Wert.

Einbruch im Reich der Mitte

Die am 16. Januar veröffentlichten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mit weltweit 279.449 ausgelieferten Fahrzeugen verfehlte Porsche das Vorjahresniveau signifikant. Besonders der Blick nach Asien bereitet Sorgen: In China gingen die Verkäufe um mehr als ein Viertel zurück. Auch Europa (minus 13 Prozent) und der Heimatmarkt Deutschland (minus 16 Prozent) konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Lediglich Nordamerika erwies sich als stabiler Anker und hielt das Niveau des Vorjahres.

Lichtblick Elektrifizierung

Trotz der rückläufigen Gesamtmenge zeigt die Strategie in Richtung E-Mobilität Wirkung. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtabsatz kletterte weltweit auf 34,4 Prozent. In Europa wurden erstmals mehr Stromer und Hybride ausgeliefert als reine Verbrenner.

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Modellseitig bleibt der Macan das Zugpferd, wobei hier fast die Hälfte der Auslieferungen bereits auf die vollelektrische Variante entfällt. Auch die Ikone 911 widersetzt sich dem negativen Trend und erreichte im abgelaufenen Jahr einen neuen Auslieferungsrekord. Dagegen mussten der Taycan und der Cayenne deutliche Einbußen von jeweils über 20 Prozent hinnehmen.

Spekulanten wetten gegen die Aktie

Die operative Schwäche ruft nun auch Leerverkäufer auf den Plan. Der Hedgefonds AQR Capital Management hat eine Netto-Leerverkaufsposition von 0,50 Prozent aufgebaut. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Akteure mit weiterem Abwärtspotenzial rechnen.

Diese Skepsis spiegelt sich im Chart wider: Mit einem Schlusskurs von 41,13 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell knapp sieben Prozent, was den übergeordneten Abwärtstrend charttechnisch untermauert.

Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger ist der 11. März 2026. An diesem Datum veröffentlicht Porsche den vollständigen Jahresfinanzbericht. Erst dann wird ersichtlich, wie stark der Volumenrückgang auf die Margen durchgeschlagen hat und ob die Profitabilität in diesem schwierigen Marktumfeld gehalten werden konnte.

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