Ein Einbruch des operativen Ergebnisses um fast 93 Prozent, eine halbierte Dividende — und nun korrigieren gleich drei Investmentbanken innerhalb von 48 Stunden ihre Kursziele nach unten. Für die Porsche AG war 2025 ein historisch schwieriges Jahr, und die Nachwehen sind noch spürbar.

Kurszielsenkungen im Dreieck

Goldman Sachs senkte sein Ziel von 40 auf 36 Euro und behielt das Rating „Neutral" bei. Als Begründung nannte das Haus erheblichen Margendruck durch den laufenden Konzernumbau sowie ein vorsichtiges Bewertungsumfeld im gesamten Premium-Automobilsektor. RBC Capital Markets zog nach und reduzierte sein Ziel von 43 auf 39 Euro bei unveränderter Empfehlung „Sector Perform". Etwas zuversichtlicher zeigte sich die Citigroup: Sie senkte zwar ihr Kursziel von 55 auf 53 Euro, bekräftigte jedoch ihr „Buy"-Rating.

Die Aktie notiert aktuell gut 13 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hält sich nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.

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Strategie 2035: Wachstum nach oben

Inmitten des Analystendrucks skizzierte CEO Michael Leiters — rund 70 Tage nach Amtsantritt — die Eckpfeiler seiner Strategie 2035. Das Ziel: eine Ausweitung des Portfolios in margenstärkere Segmente, konkret in Modelle oberhalb der aktuellen zweitürigen Sportwagen sowie oberhalb des Cayenne. Leiters betonte, die Strategie solle die Grundlage für nachhaltig starke Cashflows und angemessene Margen legen.

Begleitet wird der Kurswechsel von einer verschlankten Führungsstruktur und Kostensenkungen in allen Bereichen. Für 2026 plant Porsche eine operative Konzernumsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent — bei einem erwarteten Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro. CFO Jochen Breckner warnte jedoch, dass die Rekalibrierungsmaßnahmen auch 2026 noch Einmaleffekte im hohen dreistelligen Millionenbereich nach sich ziehen werden.

Ob die Erholung planmäßig verläuft, hängt laut Unternehmensangaben maßgeblich davon ab, wie schnell der Umbau greift und ob der Preiswettbewerb im chinesischen Luxussegment nachlässt. Geopolitische Unsicherheiten und die US-Zollpolitik nennt Porsche als weitere Risikofaktoren.

Goldman Sachs sieht eine spürbare Erholung erst mit neuen Modelloffensiven ab 2028 — ein erster Gradmesser für die neue Strategie sind die Ergebnisse für das erste Quartal 2026, die Porsche am 29. April vorlegt.

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