Plug Power dreht an einem großen Rad. Das Unternehmen will künftig nicht mehr nur Wasserstoff produzieren, sondern Strom direkt ins Netz einspeisen — und zielt dabei auf einen der heißesten Wachstumsmärkte ab: die Stromversorgung von KI-Rechenzentren.

Der Schwenk ins Stromnetz

Konkret plant Plug Power, bis zu 250 Megawatt wasserstoffbasierte Elektrizität in das PJM Interconnection-Netz einzuspeisen — eines der größten Stromnetze der USA, das die Mittelatlantikregion versorgt. Die Kapazitätspreise dort sind zuletzt stark gestiegen, weil der explodierende Strombedarf durch Cloud-Computing und KI-Workloads das Netz unter Druck setzt. Laut Bloomberg laufen bereits Gespräche mit Hyperscalern, Rechenzentrumsbetreibern und Versorgungsunternehmen. Voraussetzung für die Teilnahme an einer PJM-Auktion sind Verträge mit einer Mindestlaufzeit von sieben Jahren.

Um diesen Strategiewechsel zu finanzieren, verkauft das Unternehmen Infrastruktur. Das Grundstück „Project Gateway" im New Yorker STAMP-Industriepark — ursprünglich für ein Flüssigwasserstoffprojekt vorgesehen, das nach dem Wegfall einer 1,66-Milliarden-Dollar-Kreditgarantie des US-Energieministeriums auf Eis gelegt wurde — geht für 132,5 Millionen Dollar an Stream Data Centers. Der Abschluss soll bis spätestens 30. Juni 2026 erfolgen. Insgesamt zielt das Unternehmen mit weiteren geplanten Maßnahmen auf Liquiditätsverbesserungen von mehr als 275 Millionen Dollar ab.

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Operative Stabilisierung als Basis

Die strategische Neuausrichtung kommt nicht aus dem Nichts. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar, getrieben von höheren Geräteverkäufen. Im vierten Quartal erzielte Plug Power erstmals seit Jahren einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — eine deutliche Wende gegenüber einer Bruttomarge von minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Cashbestand zum Jahresende lag bei 368,5 Millionen Dollar.

Seit Anfang März führt Jose Luis Crespo das Unternehmen als CEO. Er war zuvor als President und Chief Revenue Officer tätig und bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung in Wasserstoff und Brennstoffzellen mit.

Risiken bleiben erheblich

Trotz der operativen Fortschritte ist die finanzielle Lage angespannt. Der operative Verlust beläuft sich auf rund 1,5 Milliarden Dollar, der Cash-Abfluss aus dem operativen Geschäft lag 2025 bei etwa 535,8 Millionen Dollar. Hinzu kommen mehrere Sammelklagen von Wertpapierinvestoren, die dem Unternehmen falsche Angaben im Zusammenhang mit dem DOE-Kredit vorwerfen. Und mit Bloom Energy und Ballard Power drängen weitere Wettbewerber in denselben Markt für Rechenzentrumsstrom.

Das Unternehmen selbst peilt positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028 an. Ob der PJM-Ansatz tatsächlich zu langfristigen Vertragsabschlüssen führt oder vorerst eine strategische Ankündigung bleibt, wird sich spätestens im zweiten Quartal 2026 zeigen — wenn die ersten Auktionsergebnisse vorliegen.

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