Die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten Plug Power erlebt wilde Tage. Nach einer beeindruckenden Rallye zu Jahresbeginn dominieren nun Gewinnmitnahmen und hohe Volatilität das Geschehen. Während das Management auf einer Investorenkonferenz in Miami Präsenz zeigt, richtet sich der bange Blick der Anleger bereits auf den 29. Januar – ein Datum, das über die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns entscheiden könnte.

Hoffen auf institutionelle Investoren

Plug Power bestätigte seine Teilnahme an der Goldman Sachs Energy, CleanTech & Utilities Conference am 6. Januar 2026. Das Management, vertreten durch Jose Luis Crespo und Roberto Friedlander, nutzt die Gelegenheit für direkte Gespräche mit institutionellen Investoren. Diese Charmeoffensive kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Nach einem massiven Kursanstieg von 14,5 % am 2. Januar, ausgelöst durch eine Hochstufung des Analystenhauses Clear Street auf "Buy" mit einem Kursziel von 3,00 USD, setzten zuletzt Gewinnmitnahmen ein.

Das Handelsvolumen lag am Dienstag deutlich über dem Durchschnitt, was auf eine intensive Auseinandersetzung des Marktes mit dem Titel hindeutet. Trotz des Rücksetzers konnte sich der Kurs bei 2,40 USD stabilisieren, was technisch als Verteidigung wichtiger Niveaus gewertet wird. Unterstützend wirkte dabei auch die jüngste Meldung über einen Lizenzvertrag mit dem Einzelhandelsriesen Walmart, der langfristige Einnahmeströme sichern soll.

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Die drohende Verwässerung

Trotz operativer Lichtblicke schwebt ein Damoklesschwert über dem Unternehmen: die Kapitalstruktur. Im Fokus steht die außerordentliche Hauptversammlung am 29. Januar 2026. Das Management benötigt dringend die Zustimmung der Aktionäre, um die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln.

Die Dringlichkeit ist kaum zu übersehen. Berichten zufolge verfügt Plug Power über weniger als 0,4 % der aktuell genehmigten Aktien zur Ausgabe. Ohne eine Erhöhung sind dem Unternehmen die Hände gebunden, um vertragliche Verpflichtungen aus Finanzierungsrunden zu erfüllen oder frisches Kapital aufzunehmen. Besonders brisant: Ein ähnlicher Vorschlag scheiterte bereits im Juli 2025 am Widerstand der Anleger. Ein erneutes Scheitern würde den finanziellen Spielraum massiv einschränken.

Spagat zwischen Wachstum und Kosten

Finanziell befindet sich Plug Power weiterhin in einer schwierigen Übergangsphase. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 lief ein Nettoverlust von rund 785,6 Millionen USD auf. Um dem entgegenzuwirken, wurde das Sparprogramm "Project Quantum Leap" initiiert, das jährliche Einsparungen von bis zu 200 Millionen USD bringen soll. Marktbeobachter warten zudem gespannt auf Neuigkeiten zum pausierten 1,66-Milliarden-USD-Kredit des Energieministeriums (DOE), der für die Expansionspläne im Bereich grüner Wasserstoff zentral ist.

Die kommenden Wochen bis zur Abstimmung Ende Januar dürften die Kursrichtung maßgeblich bestimmen. Eine Genehmigung der Kapitalerhöhung würde zwar die Liquidität sichern, bedeutet für Altaktionäre jedoch eine erhebliche Verwässerung ihrer Anteile. Klarheit über die operative Entwicklung werden erst die Quartalszahlen am 26. Februar 2026 bringen.

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