Bis Freitag, den 3. April, läuft die Frist für Investoren, sich als Hauptkläger in einer Sammelklage gegen Plug Power zu registrieren. Der Vorwurf: Das Unternehmen soll Anleger über die tatsächlichen Aussichten einer 1,66-Milliarden-Dollar-Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) getäuscht haben. Gleichzeitig versucht das Management, mit einem strategischen Schwenk die Liquidität zu sichern.

Stromrechte als Rettungsanker

Der Kern der neuen Strategie: Plug Power hat eine unverbindliche Absichtserklärung mit einem großen US-Rechenzentrumsentwickler unterzeichnet, um Stromrechte in New York und einem weiteren Standort zu monetarisieren. Daraus sollen mehr als 275 Millionen Dollar Liquidität entstehen.

Das ist kein kleiner Schritt. Anfang März 2026 verfügte das Unternehmen über 368,5 Millionen Dollar an frei verfügbarem Bargeld — ein deutlicher Anstieg gegenüber 166 Millionen Dollar im dritten Quartal des Vorjahres. Das Management sieht darin genug Spielraum, um den Betrieb bis Ende 2026 ohne verwässernde Kapitalerhöhungen zu finanzieren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Was Analysten einpreisen

Wells Fargo hob am 4. März sein Kursziel von 1,50 auf 2,00 Dollar an, behielt aber das neutrale Rating „Equal Weight" bei. Ausschlaggebend waren die Zahlen des vierten Quartals: Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 225,2 Millionen Dollar im Jahresvergleich. Zudem übernahm Jose Luis Crespo am 2. März den CEO-Posten.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 1,94 Euro und hat sich damit seit ihrem 52-Wochen-Tief im Mai 2025 mehr als verdreifacht — trotzdem liegt sie noch weit unter den Hochs des vergangenen Herbstes.

Zwei Baustellen gleichzeitig

Das Unternehmen kämpft auf zwei Fronten: juristisch und operativ. Die Sammelklage bezieht sich auf einen Zeitraum, in dem der Kurs zwischen Oktober und November 2025 von 3,87 auf 2,25 Dollar einbrach — ausgelöst durch Bekanntmachungen über ausgesetzte Projektaktivitäten im Rahmen des DOE-Programms.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von rund 13 Prozent, ähnlich wie 2025. Das eigentliche Ziel ist ein positives EBITDA im vierten Quartal 2026. Ob die Neuausrichtung hin zu Rechenzentren schnell genug Früchte trägt, um diesen Zeitplan zu halten, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen zeigen.

Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...