Plug Power Aktie: Glaubwürdigkeitstest
Positive EBITDA bis Ende 2026, volle Profitabilität bis 2028 — CEO Jose Luis Crespo hat die Ziele von Plug Power erneut bekräftigt. Das Problem: Das Unternehmen macht genau dieselben Versprechen seit über einem Jahrzehnt. Der Markt reagierte skeptisch, die Aktie beendete zuletzt eine viertägige Verlustserie.
Wachstum auf dem Papier, Verluste in der Kasse
Der Jahresbericht 2025 liefert ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar — ein echter Fortschritt. Auch der Bruttogewinn im vierten Quartal war mit 2,4 Prozent Marge erstmals positiv, nach einem desaströsen Minus von 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig summierte sich der Nettoverlust für das Gesamtjahr 2025 auf rund 1,63 Milliarden Dollar. Für den laufenden Betrieb verbrannte Plug Power über 535 Millionen Dollar — und hielt zum Jahresende lediglich 368,5 Millionen Dollar an frei verfügbarem Kapital. Weitere Kapitalmaßnahmen sind damit so gut wie unvermeidlich.
Verkäufe sollen Liquidität sichern
Um die Finanzierungslücke zu überbrücken, setzt das Management auf den Verkauf von Vermögenswerten. Ein bereits unterzeichneter Deal mit Stream Data Centers soll aus dem Verkauf des sogenannten Project Gateway zwischen 132,5 und 142 Millionen Dollar einbringen. Das ist der erste Schritt eines größeren Programms, das insgesamt mehr als 275 Millionen Dollar an Liquiditätsverbesserungen anstrebt — durch Asset-Verkäufe, die Freigabe gebundener Barmittel und reduzierte Wartungskosten. Der Abschluss ist für spätestens 30. Juni 2026 geplant.
Crespo verwies zudem auf konkrete Projektfortschritte: ein 100-Megawatt-Vorhaben an der Galp-Raffinerie im portugiesischen Sines sowie ein 25-Megawatt-Projekt mit Iberdrola und BP in Spanien. Solche Großprojekte sollen mittelfristig für stabilere Erlöse und bessere Margen sorgen.
Analysten uneins über den Weg nach vorne
Unter den 17 Analysehäusern, die Plug Power beobachten, lautet der Konsens derzeit „Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,89 Dollar — die Spanne reicht jedoch von 1 Dollar (BMO Capital Markets) bis 7 Dollar (HC Wainwright). Diese Bandbreite spiegelt die grundlegende Unsicherheit wider: Verbesserte Bruttomargen auf der einen Seite, anhaltende rechtliche Risiken und Governance-Fragen auf der anderen.
Am 13. Mai 2026 legt Plug Power die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Margenerholung im vierten Quartal 2025 ein struktureller Trend war — oder ein einmaliger Ausreißer. Für Crespos Glaubwürdigkeit wäre ein weiterer positiver Bruttogewinn kein Nice-to-have, sondern eine Mindestanforderung.
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