Plug Power zieht bei seinem einstigen Vorzeigeprojekt in New York endgültig den Stecker. Während der Abbruch der geplanten Wasserstoff-Megafabrik und eine neue Sammelklage den Druck erhöhen, liefert das abgelaufene Quartal überraschend positive Signale. Unter neuer Führung versucht das Unternehmen nun den Spagat zwischen strikter Kapitaldisziplin und dringend benötigtem Wachstum.

Ende für das New Yorker Megaprojekt

Die Pläne für Nordamerikas größte Anlage für grünen Wasserstoff sind offiziell beendet. Plug Power hat den Bau am STAMP-Standort abgebrochen und verkauft das Gelände für mindestens 132,5 Millionen US-Dollar an einen Rechenzentrumsentwickler. Der Schritt ist eine direkte Folge der angespannten Finanzlage. Bei einem Jahresverlust von 1,63 Milliarden US-Dollar für 2025 zwingt die Realität das Management zum Handeln. Der Verkauf kapitalintensiver Vermögenswerte soll kurzfristig Liquidität sichern und den Fokus auf das operative Kerngeschäft lenken, statt weitere Milliarden in langwierige Großprojekte zu binden.

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Juristischer Druck trifft auf operative Lichtblicke

Überschattet wird der strategische Rückzug von neuen juristischen Problemen. Erst gestern reichte eine Kanzlei eine Sammelklage ein, die dem Management irreführende Aussagen rund um ein Darlehen des US-Energieministeriums vorwirft. Bereits im November 2025 hatte die Aussetzung mehrerer Anlagenprojekte den Aktienkurs zeitweise stark belastet.

Ausgerechnet in dieser turbulenten Phase liefert die Bilanz einen seltenen Lichtblick. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar – eine bemerkenswerte Wende gegenüber dem Bruttoverlust von 233 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz übertraf mit 225,2 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Analysten, getrieben von einer starken Nachfrage nach Elektrolyseuren.

Neue Führung und gesicherte Finanzierung

Seit Anfang März lenkt Jose Luis Crespo als neuer CEO die Geschicke des Unternehmens. Seine primäre Aufgabe ist es, den jüngsten Aufwärtstrend bei den Margen zu stabilisieren. Finanziell hat sich Plug Power durch eine Umschuldung etwas Luft verschafft und verfügt nun über 368,5 Millionen US-Dollar an frei verfügbaren Barmitteln. Zudem genehmigten die Aktionäre im Februar eine Verdopplung der genehmigten Aktien, was künftige Kapitalmaßnahmen ermöglicht. Am Aktienmarkt spiegelt sich die operative Stabilisierung wider. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von gut 28 Prozent und notiert aktuell bei 1,94 Euro, auch wenn das 52-Wochen-Hoch von 3,51 Euro noch einen weiten Weg nach oben aufzeigt.

Der Abbruch des STAMP-Projekts markiert einen klaren Schnitt und beendet die Ära der kostspieligen Prestigeprojekte. Mit der gesicherten Finanzierung für das laufende Jahr und einer Bruttomarge im positiven Bereich hat CEO Crespo nun ein Fundament, um die ehrgeizigen Unternehmensziele anzugehen. Bis Ende 2026 strebt das Management ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) an – ein ambitionierter Zeitplan für ein Unternehmen, das in seiner über zwanzigjährigen Geschichte noch nie profitabel war.

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