Pfizer löst sich schrittweise von der Abhängigkeit des Covid-Geschäfts und liefert nun konkrete Beweise für den Erfolg der neuen Strategie. Mit positiven Studiendaten aus der Onkologie und einem frischen Lizenzdeal pünktlich zum Wochenende sendet der Pharmariese klare Signale an den Markt. Investoren blicken nun gespannt darauf, ob diese operative Stärke auch den Aktienkurs nachhaltig beflügeln kann.

Fokus auf Onkologie zahlt sich aus

Die wichtigste Nachricht für die langfristige Bewertung betrifft die Onkologie-Pipeline, einen zentralen Pfeiler der Zukunftsstrategie. Am 10. Januar 2026 veröffentlichte Pfizer positive Ergebnisse der "Breakwater"-Studie (Kohorte 3). Diese Daten sind entscheidend, da sie die Wirksamkeit des klinischen Ansatzes im Bereich Darmkrebs untermauern.

Für den Markt ist dies mehr als nur eine medizinische Meldung. Es dient als Gegenbeweis zu den Sorgen über auslaufende Patente ("Patent Cliff"). Die Ergebnisse zeigen greifbar, dass die massiven Investitionen in Forschung und Entwicklung anfangen, Früchte zu tragen und das wegbrechende Covid-Geschäft kompensieren könnten.

Strategischer Deal mit Madrigal

Parallel zu den klinischen Fortschritten räumt das Management das Portfolio auf. Kurz vor dem Wochenende wurde eine exklusive Lizenzvereinbarung mit Madrigal Pharmaceuticals bekannt gegeben. Madrigal sichert sich dabei die Rechte an Ervogastat, einem von Pfizer entwickelten Wirkstoff zur Behandlung von Lebererkrankungen.

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Dieser Schritt verdeutlicht die aktuelle Disziplin des Konzerns: Nicht zum Kerngeschäft gehörende Assets werden monetarisiert, um Ressourcen voll auf Wachstumsbereiche wie die Krebsforschung zu konzentrieren. Gleichzeitig behält Pfizer durch das Lizenzmodell die Chance auf zukünftige Einnahmen, ohne die Entwicklungskosten tragen zu müssen.

Das sagen die Analysten

Trotz der positiven Nachrichtenflut bleiben institutionelle Beobachter realistisch. JPMorgan hält an der Einstufung "Neutral" fest, sieht mit einem Kursziel von 30,00 USD jedoch ein Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent vom aktuellen Schlusskurs (25,48 USD). Berenberg ist mit einem Ziel von 25,00 USD und einer "Hold"-Empfehlung zurückhaltender und sieht den fairen Wert im aktuellen Preis bereits abgebildet.

Ein wesentlicher Faktor für Anleger bleibt die Ausschüttungspolitik. Mit einer Dividendenrendite von rund 6,8 Prozent bietet die Aktie einen rechnerischen Puffer gegen Kursvolatilität, was sie besonders für einkommensorientierte Depots relevant hält.

Ausblick: Konferenz als nächster Impulsgeber

In der beginnenden Woche richtet sich der Fokus auf die 43. J.P. Morgan Healthcare Conference. Marktteilnehmer erwarten vom Management konkrete Aussagen zur M&A-Strategie, den Fortschritten bei den Kostensenkungen sowie eine Bestätigung der Umsatzprognose für 2026 (59,5 bis 62,5 Milliarden USD). Die Kombination aus den jüngsten Studiendaten und dem Madrigal-Deal liefert Pfizer dabei eine solide Argumentationsbasis, um Investoren von der Nachhaltigkeit der Neuausrichtung zu überzeugen.

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