Auf den ersten Blick wirkt der Wochenausklang bei Pfizer ernüchternd. Doch der Kursrückgang am Freitag erzählt nur die halbe Wahrheit. Während ein technischer Dividendenabschlag für optischen Druck sorgte, braut sich hinter den Kulissen ein brisanter Mix aus politischem Gegenwind und strategischem Umbau zusammen. Anleger stehen vor der Frage: Ist die hohe Dividendenrendite Puffer genug gegen die wachsenden Risiken im Gesundheitssektor?

Optische Täuschung durch Dividende

Ein wesentlicher Teil des jüngsten Kursrückgangs ist rein technischer Natur. Pfizer handelte am Freitag „ex Dividende“, was bedeutet, dass die Quartalsausschüttung von 0,43 USD vom Aktienkurs abgezogen wurde. Bereinigt um diesen Abschlag relativiert sich das Tagesminus. Aktionäre, die die Aktie zum Stichtag im Depot hatten, erhalten die Zahlung am 6. März 2026.

Dennoch lohnt ein Blick auf die Substanz der Ausschüttung: Mit einer aktuellen Dividendenrendite von rund 6,71 % gehört der Titel zwar zu den renditestarken Werten im S&P 500, allerdings liegt die Ausschüttungsquote bei nahezu 100 %. Das Unternehmen kehrt also fast den gesamten laufenden Gewinn an die Anteilseigner aus, was den Spielraum für Investitionen einschränken könnte.

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Politisches Kreuzfeuer und Preisstrategie

Abseits der charttechnischen Bereinigung sieht sich der Pharmariese massivem politischem Druck ausgesetzt. CEO Albert Bourla befindet sich in einem öffentlichen Konflikt mit US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., dessen Ansichten er als „wissenschaftsfeindlich“ kritisierte. Diese Auseinandersetzung schafft ein volatiles Umfeld, zumal die US-Gesundheitsbehörde CDC unter neuer Führung den empfohlenen Impfkalender für Kinder deutlich reduziert hat.

Trotz der Forderungen der Trump-Administration nach sinkenden Gesundheitskosten hat Pfizer im Januar Preiserhöhungen für rund 80 Medikamente durchgesetzt. Besonders brisant: Der Preis für den COVID-19-Impfstoff Comirnaty stieg um 15 %, was in der aktuellen politischen Gemengelage für zusätzlichen Zündstoff sorgen dürfte.

Pipeline und charttechnische Lage

Operativ versucht Pfizer, durch Partnerschaften und Forschungserfolge gegenzusteuern. Eine frische Lizenzvereinbarung mit Novavax stärkt die Technologiebasis, während die britische Gesundheitsbehörde NICE grünes Licht für das Krebsmedikament Talzenna gab. Diese Impulse werden vom Markt jedoch derzeit kaum honoriert. Der Blick auf die reine Kursentwicklung zeigt ein angeschlagenes Bild: Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 13,80 % an Wert und notierte zum Schlusskurs am Freitag bei 21,70 €. Auch der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt (-6,95 %) signalisiert den anhaltenden Abwärtstrend.

Entscheidend für die weitere Richtung werden nun die Quartalszahlen am 3. Februar 2026 sein. Der Markt rechnet mit einem Gewinn von 0,79 USD je Aktie. Allerdings liegt die Pfizer-eigene Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit 2,80 bis 3,00 USD unter den Erwartungen der Analysten. Ob die Pipeline-Fortschritte ausreichen, um die skeptische Stimmung an der Wall Street zu drehen, bleibt bis zur Veröffentlichung der Bilanz die zentrale Variable.

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