Gestern kletterte die Aktie von Sibanye Stillwater an der NYSE um 7,49 % nach oben. Auslöser ist eine Entscheidung des US-Handelsministeriums, die russische Palladium-Importe mit drastischen Zöllen belegt. Kann das Bergbauunternehmen damit die operative Krise in den USA endgültig überwinden?

  • Strafzoll: 132,83 % auf russisches Palladium
  • Kursplus: 7,49 % auf 17,23 USD
  • Strategie: Ausbau erneuerbarer Energien auf 765 MW
  • Termin: Jahreszahlen folgen am 20. Februar

Frontalangriff auf Billigimporte

Das US-Handelsministerium hat vorläufige Antidumpingzölle in Höhe von 132,83 % auf unraffiniertes Palladium aus Russland festgelegt. Die Entscheidung folgt einer Petition, die Sibanye Stillwater gemeinsam mit der Gewerkschaft United Steelworkers im Juli 2025 eingereicht hatte. Der Vorwurf wog schwer: Russische Produzenten hätten den US-Markt mit Billigimporten überschwemmt und die heimische Produktion gefährdet.

Die Daten untermauern den Druck auf das Unternehmen. Zwischen 2022 und 2024 stiegen die US-Importe von russischem Palladium um 35 %, während die Preise im gleichen Zeitraum um die Hälfte einbrachen. In der Folge sah sich Sibanye gezwungen, den Betrieb in der Stillwater-Mine in Montana zu drosseln und Ende 2024 massiv Stellen abzubauen. Die nun beschlossenen Zölle treten sofort in Kraft, wobei eine endgültige Entscheidung der Internationalen Handelskommission (ITC) für Juni 2026 erwartet wird.

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Ausbau der Energieunabhängigkeit

Parallel zum juristischen Erfolg in den USA treibt der Konzern seine Dekarbonisierung in Südafrika voran. Gestern gab das Unternehmen zwei neue Stromabnahmeverträge (PPAs) bekannt. Ein Zehnjahresvertrag mit Etana Energy sichert jährlich rund 600 GWh aus Wind- und Solarenergie. Ein weiterer Deal mit der NOA Group über 138 MW stärkt die Energieversorgung zusätzlich.

Damit wächst das Portfolio an erneuerbaren Energien auf insgesamt 765 MW. Sibanye verfolgt das Ziel, bis 2028 mehr als 56 % seines südafrikanischen Strombedarfs aus regenerativen Quellen zu decken. Langfristig strebt das Unternehmen bis 2040 die CO2-Neutralität an.

Fokus auf die Jahreszahlen

Die Anleger quittierten die Nachrichten mit einem deutlichen Kursplus auf 17,23 USD. Damit setzt sich die Erholung fort, nachdem der Palladiumpreis in den vergangenen zwölf Monaten bereits um rund 63 % zugelegt hat.

Der nächste wichtige Impuls steht am 20. Februar 2026 an. Dann veröffentlicht Sibanye Stillwater die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Diese Zahlen werden Aufschluss darüber geben, wie schnell der Konzern nach dem Verlust von 211 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2025 die operative Wende geschafft hat.

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