Der staatliche Ölriese macht den Weg frei für eine lang erwartete Neuordnung beim Petrochemie-Konzern Braskem. Durch den Verzicht auf Vorkaufsrechte könnte nun ein neuer Hauptaktionär das Ruder übernehmen und die verfahrene Eigentümerstruktur auflösen. Endet damit die Unsicherheit um die Zukunft der Braskem-Beteiligung?

Entscheidung gefallen

Der Verwaltungsrat von Petrobras genehmigte bereits am 11. Februar den Verzicht auf sogenannte Vorkaufs- und Tag-along-Rechte bezüglich der Anteile des Großaktionärs Novonor. Diese Entscheidung ermöglicht die Übertragung der Aktienpakete an den Kreditfonds Shine I FIDC. Hinter diesem Fonds steht die Private-Equity-Firma IG4 Capital, die eine klare Strategie verfolgt: Die Übernahme von Novonor-Schulden bei Banken und deren anschließende Umwandlung in Eigenkapital bei Braskem.

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Neue Machtverhältnisse

Obwohl Petrobras auf den direkten Kauf der Anteile verzichtet, deutet vieles auf eine strategische Neupositionierung hin. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Staatskonzern in einer künftigen Governance-Struktur trotz des aktuellen Verzichts an Einfluss gewinnen könnte. Berichten zufolge ist angedacht, dass der Petrobras-Chef im Rahmen der neuen Vereinbarungen den Verwaltungsratsvorsitz bei Braskem übernimmt.

Hürden bleiben bestehen

Die Transaktion erfolgt in einem herausfordernden Umfeld. Braskem kämpft mit einer hohen Schuldenlast und einer spürbaren Abkühlung im globalen Chemiemarkt. Zudem ist der Deal regulatorisch noch nicht abgeschlossen. Die brasilianische Kartellbehörde Cade prüft die komplexe Struktur der Investition derzeit vertieft und hat ihren Zeitplan für eine Entscheidung Anfang Februar verlängert.

Petrobras kündigte an, weitere Details zu veröffentlichen, sobald die endgültigen Konditionen der Operation feststehen. Für die weitere Entwicklung ist nun das grüne Licht der Wettbewerbshüter ausschlaggebend, das die Weichen für die Sanierung der Braskem-Bilanz stellen würde.

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