Petrobras hat den Jahreswechsel genutzt, um zwei strategische Meilensteine zu verkünden. Am 2. Januar bestätigte der brasilianische Energiekonzern den Produktionsstart der Plattform P-78 im Búzios-Feld und erhielt die behördliche Genehmigung für deutlich höhere Erdgasimporte aus Bolivien. Beide Schritte stärken die Förderkapazität und Versorgungssicherheit.

Búzios-Feld erreicht neue Dimension

Die schwimmende Förderplattform P-78, auch als Búzios-6-Einheit bezeichnet, nahm am 31. Dezember 2025 den Betrieb auf. Die Anlage verfügt über eine installierte Kapazität von 180.000 Barrel Öl pro Tag sowie die Fähigkeit, täglich 7,2 Millionen Kubikmeter Erdgas zu komprimieren.

Mit der Inbetriebnahme steigt die gesamte installierte Förderkapazität des Búzios-Feldes auf rund 1,15 Millionen Barrel pro Tag. Petrobras bezeichnet Búzios als das nach Reserven größte Ultra-Tiefsee-Ölfeld der Welt. Die P-78 ist das siebte Produktionssystem in diesem Vorkommen der Präsalz-Schicht und soll die Volumenziele für 2026 absichern.

Die Plattform ist an das Gaspipeline-System Rota 3 angeschlossen, das den Abtransport von Präsalz-Gas zur brasilianischen Küste um bis zu 3 Millionen Kubikmeter täglich erhöht. Diese Anbindung ermöglicht die Verwertung der Gasreserven und reduziert Rückpressungs-Engpässe.

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Bolivianisches Gas als Puffer

Parallel dazu genehmigte die brasilianische Öl- und Gasbehörde ANP Petrobras, täglich bis zu 20 Millionen Kubikmeter Erdgas aus Bolivien zu importieren. Die für zwei Jahre gültige Erlaubnis erlaubt die Nutzung der Gasbol-Pipeline über den Einstiegspunkt Cáceres.

Die Importoption verschafft Petrobras Flexibilität, um Schwankungen bei Wasserkraft-Erzeugung und industrieller Nachfrage auszugleichen, ohne die eigenen Offshore-Operationen zu belasten. Besonders in Phasen hoher thermischer Stromerzeugung stabilisiert diese Redundanz die nachgelagerten Margen.

Ausführung des Strategieplans

Beide Maßnahmen sind Teil des strategischen Fünfjahresplans 2025-2029, der auf die Dominanz der Präsalz-Vorkommen und Energieversorgungssicherheit abzielt. Die P-78 war eines der zentralen Projekte für Ende 2025. Der erfolgreiche Start mit neuen standardisierten Rumpfkonstruktionen zerstreut Bedenken hinsichtlich Projektverzögerungen.

Jetzt beginnt die Hochlaufphase. Typischerweise erreichen Präsalz-Einheiten wie die P-78 innerhalb von sechs bis zwölf Monaten ihre Plateau-Förderung. Die Auslastungsrate der bolivianischen Gasquote wird im ersten Quartal 2026 als Indikator für Petrobras' Kostenmanagement dienen.

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