PayPal muss sich gerade eine unangenehme Frage gefallen lassen: Trägt das Geschäftsmodell noch verlässlich in die Zukunft? Denn während der Zahlungsverkehr weiter boomt, wirkt das Wachstum bei den Nutzerzahlen erstaunlich zäh. Genau diese Lücke zwischen Branchen-Dynamik und eigener Entwicklung beschäftigt Investoren.

Nutzerwachstum als Bremsklotz

Ein zentraler Punkt: Die Zahl der aktiven Accounts hat sich von 2021 bis 2025 nur von 426 auf 439 Millionen erhöht. Das ist zwar ein Plus, aber eben kein Wachstumstempo, das Fantasie entfacht – zumal PayPal intern einmal 750 Millionen aktive Nutzer als Zielmarke ausgegeben hatte.

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Damit rückt das Thema Bindung und Aktivität der bestehenden Nutzer stärker in den Fokus. Wenn der Zustrom neuer Accounts schwach bleibt, muss die Ertragskraft stärker über höhere Nutzung, bessere Monetarisierung oder effizientere Kostenstrukturen kommen.

Bewertung trifft auf sinkende Gewinnerwartungen

Für das laufende Jahr erwarten Marktbeobachter einen Rückgang des Gewinns je Aktie (EPS) im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das ist keine dramatische Eintrübung, aber ein klares Signal: Kurzfristig wird eher verwaltet als beschleunigt.

Die Bewertung spiegelt diese Skepsis wider. PayPal wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9 gehandelt – ein Niveau, das häufig dort auftaucht, wo der Markt das Wachstum als begrenzt einpreist. Auch an der Börse bleibt der Titel damit ein Problemfall: Auf Fünfjahressicht wird ein Kursrückgang von rund 80% genannt.

Warum der Vergleich mit American Express wehtut

Spannend ist der Vergleich innerhalb des Sektors: Analysten stellen PayPal American Express gegenüber. Der Kernunterschied liegt im Netzwerkmodell. American Express arbeitet in einem „Closed-Loop“-System, ist also sowohl Kartenausgeber als auch Netzwerkbetreiber. Das gilt als Vorteil, weil es Kontrolle über die Wertschöpfungskette und einen klarer abgegrenzten Kundenstamm ermöglicht.

Entsprechend fallen auch die Erwartungen aus: Für 2025 bis 2028 rechnen Analysten bei American Express mit einem jährlichen EPS-Wachstum (CAGR) von 15%. Die Aktie kommt dabei auf ein KGV von 17. Der Markt belohnt also Modelle, die als differenzierter gelten und bei denen konstantes Wachstum plausibler erscheint.

Unterm Strich zeigt der Vergleich, worauf Anleger derzeit besonders achten: nicht nur „Payments“ als Trend, sondern belastbare Wachstumsmechanik und ein klarer struktureller Vorteil im Netzwerk.

Zum Wochenabschluss lag die PayPal-Aktie bei 40,48 Euro. Trotz Erholung in den letzten 30 Tagen (+16,56%) steht sie seit Jahresbeginn deutlich im Minus (-18,45%) – passend zu der Grundfrage, ob PayPal den nächsten Wachstumsschub aus eigener Kraft wiederfindet.

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