Am 3. Februar 2026 verlor PayPal in einem einzigen Handelstag mehr als 20 Prozent seines Börsenwerts — ausgelöst durch verfehlte Quartalszahlen und einen überraschenden CEO-Wechsel. Sechs Wochen später kämpft das Unternehmen auf zwei Fronten gleichzeitig: im Gerichtssaal und im Markt.

Der Absturz und seine rechtlichen Folgen

Der Kurseinbruch vom Februar hat eine Welle von Sammelklagen ausgelöst. Mehrere US-Anwaltskanzleien — darunter Kessler Topaz Meltzer & Check sowie Faruqi & Faruqi — vertreten Aktionäre, die PayPal irreführende Gewinnprognosen vorwerfen. Der Vorwurf: Das Management habe ein zu optimistisches Bild der Wachstumsaussichten gezeichnet und dabei Risiken durch Saisonalität und konjunkturelle Schwankungen heruntergespielt. Am 20. April 2026 läuft die Frist ab, um die Rolle des Hauptklägers in dem Bundesverfahren zu beantragen.

Der Kern des Problems liegt im sogenannten Branded Checkout — dem Kernprodukt, über das PayPal seinen Markenwert im Zahlungsverkehr verteidigt. Im vierten Quartal 2025 wuchs das Transaktionsvolumen in diesem Segment nur noch um ein Prozent, nach fünf Prozent im Vorquartal. Der Quartalsumsatz von 8,68 Milliarden Dollar verfehlte die Konsensschätzung von 8,82 Milliarden Dollar. PayPal räumte selbst „operative und Deployment-Probleme" ein, die den Druck zusätzlich verstärkt hätten.

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Lores übernimmt — mit klarem Auftrag

Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen. Der frühere HP-Chef, der PayPal seit fast fünf Jahren als Boardmitglied kennt, wurde vom Aufsichtsrat explizit mit dem Hinweis berufen, dass Tempo und Umsetzung unter seinem Vorgänger Alex Chriss nicht den Erwartungen entsprochen hätten. Bei HP hatte Lores sechs aufeinanderfolgende Quartale mit Umsatzwachstum geliefert — diesen Track Record setzt PayPal nun als Argument gegen die Skepsis des Markts.

Operativ setzt das Unternehmen auf neue Wachstumsfelder. Eine Partnerschaft mit OpenAI soll PayPal in den KI-gestützten Einkauf über ChatGPT integrieren und Millionen von Händlern an neue Vertriebskanäle anbinden. Gemeinsam mit Sabre und Mindtrip plant PayPal zudem eine KI-gestützte Reiseplattform, die im zweiten Quartal 2026 starten soll.

Bewertung auf historisch niedrigem Niveau

Die Aktie notiert aktuell rund 27 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein deutliches Zeichen dafür, wie tief das Vertrauen der Investoren gesunken ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei knapp 8, verglichen mit einem Branchendurchschnitt von rund 17 und einem Peer-Durchschnitt von über 30. Von 45 Analysten, die die Aktie beobachten, empfehlen 31 ein „Halten", nur 8 ein „Kaufen".

Bis zum 20. April wird das Klageverfahren konkreter Gestalt annehmen. Parallel dazu wird der Markt die ersten operativen Signale unter Lores auswerten — insbesondere, ob das Branded-Checkout-Wachstum im laufenden Quartal eine Trendwende zeigt.

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