Der Nasdaq 100 hat am Montag die wichtige 200-Tage-Linie zurückerobert — angetrieben von nachgebenden Ölpreisen und Optimismus rund um Nvidias GTC-Konferenz. Jetzt beginnt das eigentlich entscheidende Ereignis der Woche: die zweitägige FOMC-Sitzung der US-Notenbank.

Montags Erholung: Öl und KI als Treiber

WTI-Rohöl fiel am Montag um knapp 5% unter die Marke von 93 Dollar — ein Signal, das Anleger als Entwarnung für die schlimmsten Versorgungsszenarien werteten. Auslöser war die Meldung, dass einzelne Tanker das Wochenende über die Straße von Hormus passieren konnten. Das dämpfte die Sorgen vor einer dauerhaften Unterbrechung der Energieversorgung.

Nvidia-Chef Jensen Huang legte auf der jährlichen GTC-Konferenz nach: Er erwartet bis 2027 einen KI-Chip-Umsatz von einer Billion Dollar. Die Aktie legte 1,6% zu, Micron sprang im Vorfeld seiner Quartalszahlen sogar um 3,7%. Meta gewann 2,3%, nachdem Berichte über eine mögliche Restrukturierung der Belegschaft kursierten — ein Zeichen, das Anleger offenbar als Kostendisziplin werteten. Der VIX fiel um mehr als 13% auf 23,5, was die entspanntere Stimmung widerspiegelt.

Technisch bedeutsam: Der Nasdaq 100 schloss bei 24.655 Punkten und damit wieder oberhalb seiner 200-Tage-Linie bei rund 24.100 Punkten. Dieser Bereich gilt als wichtige Unterstützung. Der nächste Widerstand liegt zwischen 24.950 und 25.100 Punkten; ein Tagesschluss über 25.311 wäre das erste klare Kaufsignal seit Wochen.

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Was die Fed-Sitzung so heikel macht

Eine Zinsänderung erwartet am Mittwoch niemand — der CME FedWatch Tool weist eine Wahrscheinlichkeit von 99,2% für eine unveränderte Rate zwischen 3,5% und 3,75% aus. Das eigentliche Interesse gilt dem aktualisierten „Dot Plot" und der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell.

Der Grund: Die Kerninflation (PCE) lag im Januar bei 3,1% im Jahresvergleich, während das Wirtschaftswachstum auf annualisiert 0,7% eingebrochen ist. Goldman Sachs und JPMorgan haben ihre Erwartungen mehrerer Zinssenkungen in 2026 bereits aufgegeben — als optimistischstes Szenario gilt nun eine einzige Senkung im Dezember. Gleichzeitig ist die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,26% gestiegen, obwohl geopolitische Krisen normalerweise Kapital in sichere Häfen treiben. Das deutet darauf hin, dass Inflationssorgen derzeit schwerer wiegen als Konjunkturängste.

Hinzu kommt die Frage der Nachfolge: Powells Amtszeit endet am 15. Mai 2026. Präsident Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger nominiert. Jedes Wort der Mittwochspressekonferenz dürfte daher auch auf mögliche geldpolitische Kurswechsel nach dem Amtswechsel hin analysiert werden.

Vor der Eröffnung stehen heute Morgen um 14:30 Uhr MEZ Daten zu Baugenehmigungen, Baubeginnen und dem NAHB-Wohnungsmarktindex an. Sollten die Ölpreise — die im Vormarkt bereits wieder anzogen und US-Diesel erstmals seit 2022 über 5 Dollar je Gallone trieben — weiter steigen, dürfte die Erholung vom Montag schnell unter Druck geraten.

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