PayPal vollzieht einen Strategiewechsel: Das Unternehmen, das bislang ausschließlich auf Wachstum setzte, zahlt erstmals eine regelmäßige Dividende. Für viele Investoren ist das ein überraschendes Signal – schließlich galt der Zahlungsdienstleister lange als klassischer Growth-Play. Doch die Marktreaktion bleibt verhalten.

Die neue Ausschüttungspolitik

Mit einer Quartalsdividende von 0,14 US-Dollar je Aktie, was annualisiert 0,56 US-Dollar entspricht, liegt die Rendite bei rund 0,96 Prozent. Zum Vergleich: Die Bewertung des Unternehmens ist mit einem KGV von 11,86 auf einem historisch niedrigen Niveau angekommen. Die Aktie notiert nahe der Jahrestiefststände bei 55,77 US-Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 93,45 US-Dollar.

Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell etwa 55,3 Milliarden US-Dollar. Während die Dividende institutionelle Investoren mit Fokus auf Ausschüttungen anlocken soll, zeigt sich der Markt bislang skeptisch.

Operative Stabilisierung erkennbar

Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 lieferten einen überraschend soliden Gewinn je Aktie von 1,34 US-Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 1,20 US-Dollar. Besonders das Segment "Branded Experiences", das direkte Hinweise auf die Wettbewerbsfähigkeit gibt, zeigte mit einem währungsbereinigten Transaktionsvolumen-Wachstum von 8 Prozent Lebenszeichen. In den USA beschleunigte sich das Wachstum sogar auf 10 Prozent.

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Die Prognose für das Gesamtjahr 2025 liegt bei einem Gewinn je Aktie zwischen 5,35 und 5,39 US-Dollar. Zudem generiert PayPal einen freien Cashflow von jährlich 6 bis 7 Milliarden US-Dollar – eine stabile Basis für Aktienrückkäufe und die neue Dividende.

Technisch bleibt es angespannt

Charttechnisch bewegt sich die Aktie in einem Abwärtstrend und testet derzeit die kritische Unterstützungszone um 55,77 US-Dollar. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke würde neue Mehrjahrestiefs bedeuten und könnte weitere Verkaufswellen auslösen. Analysten halten sich mit Kaufempfehlungen zurück, solange die Aktie nicht nachhaltig über 65 US-Dollar zurückerobert.

Die Frage bleibt, ob der Strategiewechsel ausreicht, um das Sentiment zu drehen – oder ob der Markt PayPal weiterhin als Value-Falle einstuft.

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