PayPal beendet das Jahr 2025 mit einem Kursminus – die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief und liegt über 37% unter dem Jahreshoch. Während der Markt anzieht, bleibt die Zahlungsplattform zurück. Trotz solider Gewinnaussichten und massiver Aktienrückkäufe scheint das Vertrauen der Investoren beschädigt. Was steckt hinter der Schwäche?

Bewertung auf Tiefststand

Mit einem Forward-KGV von 11,07 handelt PayPal deutlich unter dem Branchenschnitt von 14,33. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 54,6 Milliarden Dollar – ein Bruchteil dessen, was Anleger dem Unternehmen in besseren Zeiten zugestanden haben. Besonders auffällig: Die Aktie notiert etwa 55% unter ihrem Fünfjahres-Durchschnitt beim Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Die Kennzahlen im Überblick:

  • PEG-Ratio: 0,81 (Branche: 1,02)
  • Dividendenrendite: 0,96%
  • Free Cash Flow Yield: 11-12,5%

Die niedrige Bewertung deutet darauf hin, dass der Markt dem Unternehmen wenig Wachstum zutraut – trotz zweistelliger Gewinnzuwächse.

Solide Ergebnisse, schwache Resonanz

Für 2025 peilt das Management einen Gewinn je Aktie von 5,35 bis 5,39 Dollar an – das entspricht einem Wachstum von knapp 15% gegenüber dem Vorjahr. Die Quartalsprognosen liegen bei 1,29 Dollar je Aktie und 8,81 Milliarden Dollar Umsatz.

PayPal generiert jährlich 6 bis 7 Milliarden Dollar freien Cashflow. Bei der aktuellen Bewertung bedeutet das: Anleger erhalten eine implizite Cash-Rendite von über 10%, allein durch das Halten der Aktie.

Kapitalrückgaben als Stütze

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei PayPal?

Im vergangenen Jahr kaufte PayPal Aktien im Wert von 5,7 Milliarden Dollar zurück, für 2025 sind etwa 6 Milliarden geplant. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung entspricht das mehr als 10% der ausstehenden Anteile – ein aggressives Programm, das die Anzahl der Aktien deutlich reduziert und den Gewinn je Aktie mechanisch steigert.

Zusätzlich zahlt das Unternehmen seit Kurzem eine vierteljährliche Dividende von 0,14 Dollar je Aktie. Selbst bei stagnierendem Gewinn könnte das EPS allein durch den Rückkauf um knapp 10% pro Jahr wachsen.

Strukturelle Herausforderungen

Die Bären verweisen auf stockendes Nutzerwachstum: Die Zahl aktiver Konten legte nur um 1% zu, während die Transaktionszahl um rund 5% sank. Das Management hat sich von weniger profitablen Zahlungsströmen getrennt – strategisch nachvollziehbar, aber für die Wachstumsgeschichte problematisch.

Ein größeres Risiko sind Echtzeit-Zahlungssysteme wie Brasiliens Pix, das Überweisungen zum Nulltarif ermöglicht. Händler bieten dort teils 10% Rabatt für Kunden, die auf klassische Kartennetzwerke verzichten. Sollten sich solche Systeme in weiteren Märkten durchsetzen, könnte PayPals Geschäftsmodell unter Druck geraten.

Neuausrichtung auf KI und Krypto

PayPal setzt auf neue Geschäftsfelder: Eine Kooperation mit ChatGPT bringt die Zahlungsinfrastruktur in Konversations-KI mit 700 Millionen wöchentlichen Nutzern. Weitere Projekte zielen auf KI-gestützte Zahlungsdienste für Händler und erweiterte Krypto-Funktionen. Auch Werbeeinnahmen aus Transaktionsdaten werden geprüft.

Der Markt preist diese Optionalität derzeit kaum ein. Bei Erfolg könnten sie jedoch mittelfristig neue Wachstumsimpulse liefern und die Bewertung rechtfertigen.

PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:

Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...