Palantir meldet neue Großaufträge im kommerziellen Geschäft und schürt damit erneut die Fantasie rund um seine KI- und Datenplattformen. Gleichzeitig hat der Kurs in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben. Wie passt dieser Mix aus operativer Stärke und nachlassendem Börsenmomentum zusammen?

Neue Großkunden, breitere Basis

Im Zentrum der jüngsten Nachrichten stehen zwei kommerzielle Erfolge, die Palantirs Strategie bestätigen und verstärken.

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Zum einen erweitert das Unternehmen seine mehrjährige Allianz mit HD Hyundai in Südkorea deutlich. Die Zusammenarbeit mit dem Industriekonzern wird ausgebaut und zielt darauf, Palantirs Software tiefer in operative Prozesse zu integrieren. Das stärkt die Präsenz im asiatischen Markt und liefert ein prominentes Referenzprojekt im industriellen Umfeld.

Parallel dazu sichert sich Palantir eine Rolle in neuen „Sovereign AI“-Rechenzentren in der EMEA-Region. Dabei geht es um KI-Infrastruktur, die in nationaler oder regionaler Hoheit betrieben wird – ein politisch sensibles und strategisch wichtiger Bereich. Die Integration in diese Projekte unterstreicht, dass Palantir zunehmend als zentraler Technologiepartner für anspruchsvolle staatliche und quasi-staatliche Kunden im KI-Umfeld gilt.

Beide Entwicklungen zeigen: Der Konzern löst sich Schritt für Schritt aus der früheren Abhängigkeit von klassischen Regierungsaufträgen. Die internationalen, kommerziellen Deals verbreitern die Umsatzbasis und stützen die Story eines zunehmend global aufgestellten Softwareanbieters für Datenanalyse und KI.

Starkes Wachstum, aber Kurs unter Druck

Die neuen Verträge fallen in eine Phase außergewöhnlich hoher Wachstumsraten. Im dritten Quartal legte der Umsatz um 63 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,18 Milliarden US‑Dollar zu. Treiber war vor allem das US‑kommerzielle Geschäft, das seine Erlöse sogar um 121 % steigern konnte – ein klares Signal, dass die Plattform auch außerhalb des traditionellen Regierungssegments immer besser angenommen wird.

Trotz dieser Zahlen ist die Börse zuletzt vorsichtiger geworden. Auf Wochensicht hat die Aktie rund 15 % verloren, auf Monatssicht liegt sie etwa ein Viertel im Minus und damit rund 25 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch. Nach einem starken Lauf in den vergangenen zwölf Monaten geraten damit Bewertungsfragen stärker in den Vordergrund.

Mehrere Marktanalysen kommen – selbst unter der Annahme anhaltend hoher Wachstumsraten – zu dem Schluss, dass der faire Wert unter dem jüngsten Kursniveau liegen könnte. Mit anderen Worten: Operativ läuft es sehr gut, doch ein Teil dieser Stärke scheint im Kurs bereits eingepreist, möglicherweise mehr als konservative Modelle rechtfertigen würden.

Die wichtigsten Treiber im Überblick

Die aktuelle Gemengelage bei Palantir lässt sich auf einige zentrale Punkte verdichten:

  • Erweiterte Partnerschaft: Die strategische Allianz mit HD Hyundai in Korea wird deutlich ausgebaut.
  • Sovereign-AI-Projekte: Palantir erhält eine Rolle in neuen staatlich geprägten KI‑Rechenzentren in der EMEA‑Region.
  • Deutliches Umsatzwachstum: Im dritten Quartal stieg der Gesamtumsatz um 63 %, das US‑kommerzielle Geschäft wuchs um 121 %.
  • Bewertung im Fokus: Trotz starker Fundamentaldaten stufen manche Analysen den fairen Wert unter dem aktuellen Kurs ein.

Fazit: Spannungsfeld aus Story und Preis

Palantir steht derzeit exemplarisch für den Zielkonflikt vieler KI‑Titel: Operativ überzeugen starke Wachstumszahlen und neue Großkunden, doch die Bewertung bleibt anspruchsvoll. Kurzfristig dürfte sich die Diskussion um den „richtigen“ Preis vor allem daran orientieren, ob das rasante Wachstum im kommerziellen Bereich anhält und die jetzt gewonnenen Projekte zügig in wiederkehrende Umsätze übergehen. Für die weitere Kursentwicklung sind damit weniger neue Ankündigungen, sondern vor allem die Bestätigung dieser Dynamik in den kommenden Quartalen entscheidend.

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